Home
“Zlota 44“ wird Warschaus neuer Büropalast Drucken E-Mail

Daniel Libeskind, einer der berühmten zeitgenössischen Architekten der Welt, gebürtiger Pole  und erklärter Verfechter des Dekonstruktivismus, wird in Warschau einen 190 Meter hohen Wolkenkratzer errichten. Das Projekt “Złota 44“ wird von der  Orco Property Group finanziert. Im nächsten Frühjahr soll der Bau beginnen. Ende 2009 wird er fertig gestellt sein. Libeskind hätte zwar gern, durfte aber dann doch nicht Stalins "Geschenk" an Polen übertrumpfen. Warschaus Kulturpalast im klassischen russischen "Zuckerbäckerstil" wird den modernen Hochhaustempel um 50 Meter überragen - und damit Wahrzeichen der Stadt bleiben.

Die Orco Property Group hat am 6. November 2006 die offizielle Planungsgenehmigung für das Investitionsvorhaben Złota 44 erhalten. Am gestrigen Montag begann man mit dem Verkauf der 251 Apartments. “Warschau verdiene etwas Besonderes, sagte der polnischstämmige Architekt (u. a. Jüdisches Museum Berlin) in einem Interview mit der polnischen Tageszeitung RZECZPOSPOLITA . Er hoffe, dass das markante Hochhaus, das einen Adlerflügel darstellt und als luxuriöses Apartmenthaus konzipiert ist, nach der Fertigstellung zum neuen Wahrzeichen der polnischen Hauptstadt avanciert.

                                                             

Daniel Libeskind, 1946 in Łódź geboren, emigrierte 1957  mit seiner Familie nach Israel, 1960 zog er in die USA, studierte Musik und praktizierte sie als Beruf. Die Architektur folgte später, wurde zu seiner zweiten Berufung.

Bekannte Werke:

'The Spiral', Erweiterungsbau des Victoria and Albert Museums London. Fertiggestellt 2004
Atelier Weil, ein privates Galeriegebäude auf Mallorca, Spanien. Ferstiggestellt 2003
Kriegsmuseum im Hafengelände von Manchester, 2001 fertiggestellt, entworfen als eine Ineinanderschichtung von Dächern mit der Assoziation eines zerbrochenen Globus und der Elemente Luft, Wasser, Erde, die zugleich Waffengattungen entsprechen.
Jüdisches Museum, Berlin, 1999 fertiggestellt. Der reale Besucherrundgang folgt drei divergenten „Achsen“: die Achse der Kontinuität, die Achse des Exils und die Achse des Holocaust.
Felix-Nussbaum-Haus, ein Museum der Stadt Osnabrück, wurde 1998 eröffnet. Ein Libeskind-Satz dazu: „Der Plan weist auf die Notwendigkeit einer Integration des Neuen und des Alten hin, jenseits der jeweiligen äußeren Erscheinung.“
„Freedom Tower“, New York. Ausschreibung gewonnen für das neue WTC – Center.

RZECZPOSPOLITA/twg/ds/17.11.2006

 
< Zurück   Weiter >
(C) 2020 www.polentoday.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.