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Gericht anerkennt „Schlesische Nationalität“ Drucken E-Mail

In Polen lebende Menschen, die sich der schlesischen Kultur verbunden fühlen, dürfen sich jetzt in einem Verband zusammenschließen, der ihre Interessen als ethnische Minderheit fördert und ihr sogar den Anspruch erlaubt, sich für eine schlesische Nationalität einzusetzen. Dieses Recht räumte   das Bezirksgericht  in Opole (Oppeln) mit Urteil am 21. Dezember grundsätzlich ein. Damit kommt der Verband in den Genuß  staatlicher  Hilfe  zur Pflege der schlesischen Kultur und ihrer Traditionen. Über das  von der Post zugestellte Urteil konnten sich die (deutsch-) schlesischen Antragsteller allerdings erst nach Weihnachten freuen.

Für Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski  ist das Urteil eine Katastrophe. Rechtzeitig zur Regierungswahl im Oktober lag sein jüngstes Buch „ Das Polen unserer Träume“ im Buchhandel aus. Darin hagelt es kräftiges Teutonen-Bashing, unter anderem auch eine Warnung vor den „imperialen Ambitionen“ Deutschlands mit dem strategischen Brückenkopf Schlesien. Dabei haben die (deutschen) Schlesien-Funktionäre stets vorgetragen, es gehe ihnen einzig um dem Erhalt schlesischer Traditionen  - wie sie Deutsche, Polen und Tschechen über Jahrhundert hinweg  gepflegt haben.

ds/30.12.2011
 
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