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Pop-Ikone Doda wegen Bibel-Verunglimpfung verurteilt Drucken E-Mail

Ein Warschauer Gericht hat die polnische Popsängerin Doda zu einer Geldstrafe verurteilt. Weil sie mit ihren Aussagen über die Bibel religiöse Gefühle verletzt habe, muss sie polnischen Zeitungsberichten zufolge eine Strafe von umgerechnet 1.100 Euro zahlen. Laut der Musikerin habe die Bibel ein "von Wein Besoffener und von Kräutern Bekiffter" geschrieben.

Es wäre schwierig, an so etwas zu glauben, so die Sängerin in einem vor drei Jahren geführten Interview.
Im überwiegend katholischen Polen kam diese Aussage gar nicht gut an. Ein Politiker der rechtskonservativen Oppositionspartei "Recht und Gerechtigkeit" und der Chef eines polnischen Komitees gegen Sekten hatten die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Dorota Rabczewska heißt, angezeigt

Doda hatte während des Prozesses beteuert, dass sie mit ihrer Aussage niemanden habe beleidigen wollen. Wie "Deutschlandradio Kultur" meldet, nützte dies dem Popstar allerdings nichts. Dodas Anwalt kündigte an, in Berufung zu gehen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine doppelt so hohe Geldstrafe beantragt.



Der Anwalt der Musikerin hatte damit argumentiert, dass ihre Kommentare ein Ausdruck der Meinungsfreiheit seien. Richterin Agnieszka Jarosz urteilte, dass das Statement der Künstlerin nicht mit der Meinungsfreiheit begründet werden könne. Die Musikerin habe zwar das Recht, die Bibel im wissenschaftlichen Kontext zu bewerten, nicht aber die religiösen Texte in den Schmutz zu ziehen.



Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in Polen: Der Ex-Freund "Dodas" und Lead-Singer der polnischen Black-Metal-Band Behemoth, Adam "Nergal" Darski war in die Schlagzeilen geraten, nachdem er während eines Konzerts 2007 auf der Bühne Seiten aus der Bibel auseinandergerissen hatte. Darski hatte die katholische Kirche in einem Interview schon einmal als "kriminelle Sekte" bezeichnet. Im Sommer 2011 sorgte er bei Christen und konservativen Politikern für Empörung, als er in die Jury einer polnischen Casting-Show berufen wurde. Sein Prozess wegen Verunglimpfung religiöser Gefühle endete mit einem Freispruch.

Christliches Medienmagazin pro/ds/19.01.2012

 
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