Home arrow Geschichte&Kultur arrow Gazeta Wyborcza: Islamfeindlichkeit schadet Polen
Gazeta Wyborcza: Islamfeindlichkeit schadet Polen Drucken E-Mail

Fast 55 Prozent aller Polen haben eine negative Einstellung zum Islam. Das sind einer Meinungsumfrage des Marktforschungsunternehmens TNS Obop zu Folge rund 30 Prozent mehr als vor vier Jahren. Diese schwer erklärbare Islamophobie schadet Polen vor allem im Ausland, mahnt der Politikwissenschaftler Klaus Bachmann in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: 


"Und das passiert in einem Land, in dem es in den vergangenen Jahrhunderten keinen Konflikt mit dem Islam gegeben hat. Und wo die Muslime sogar eine geschätzte religiöse Minderheit gewesen sind. Sie waren für den Adelsstand zugelassen, und insgesamt wanderten nur wenige Muslime ein. Woher diese Abneigung der Polen gegen den Islam kommt, lässt sich also nur schwer erklären ... Die meisten Probleme werden wir selbst damit haben. Die polnische Islamophobie wird ein wesentliches Hindernis sein, den Vertrauensvorschuss zu nutzen, den Polen in Nordafrika hat, wo unser Land als gelungenes Beispiel einer  Demokratisierung gilt."

eurotopics/ds/20.01.2012


 
< Zurück   Weiter >
(C) 2020 www.polentoday.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.