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Im Sejm grinsten Guy Fawkes Drucken E-Mail

Am 31. Januar 1606 sprang der protestantische englische Offizier Guy Fawkes kurz vor dem Hochziehen mit der Schlinge um den Hals vom Galgenpodest und brach sich das Genick. Drei Monate zuvor hatte er Sprengladungen in den Kellergewölben des House of Parliament deponiert, um sie am 5. November hochgehen zu lassen, dem Tag der traditionellen Parlamentseröffnung. König Jakob I. (engl. James I.) sollte mit seinem katholischen Glauben zur Hölle fahren. Die Pulversäcke wurden vorzeitig entdeckt, doch an den mißglückten Anschlag erinnert man sich seitdem in England am 5. November in feierlicher Laune mit Feuerwerken.
Guy Fawkes ist im Internet wiederauferstanden, die Aktivisten von Anonymous verstecken sich hinter seinem inkonisierten Konterfei. Vergangenen Donnerstag taten es ihnen die Delegierten der linksliberalen Bewegung Palikot nach, der drittgrößten Fraktion im Sejm (Foto). Der Grund: ihre Wut über das Acta-Abkommen, das Polen am Donnerstag ebenso wie 21 andere europäische Staaten unterzeichnet hat. In keinem anderen Land sind die Proteste gegen das internationale Urheberrechtsabkommen so massiv wie in Polen. Dazu ein umfassend dokumentierter Bericht von n-tv-online:

http://www.n-tv.de/politik/Anonymous-hockt-in-Warschau-article5339921.html

ds/n-tv/28.01.2012

 
 
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