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Visegrád: Staatengruppe gegenseitigen Desinteresses. Drucken E-Mail

Seit 1993 besteht die “Visegrád-Gruppe” aus den Staaten Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen. Ihr Gründungsmotiv  war die Wiederbelebung historischer und kultureller Gemeinsamkeiten als ostmitteleuropäisches Pendant zu den Benelux-Staaten Niederlanden, Belgien und Luxemburg, die den Prozeß der Europäischen Union in Gang gesetzt hatten. Am 1. Mai 2004 traten die Visegrád-Staaten der EU und NATO bei. Von einem ambitioniertern Visegrád-Einfluß ist jedoch nichts zu  bemerken – und das liegt an den Bürgern der Staaten selbst. Sie wissen zu wenig übereinander.
80 Prozent der Ungarn können keine polnische Persönlichkeit der Geschichte nennen, über 90 Prozent der Polen keinen Namen aus der Slowakei und Ungarn, und Tschechn und Slowaken sind sich historisch so fremd, als hätte es die
Tschechoslowakei nicht gegeben. Zu solchen Ergebnissen kam eine im Herbst 2011 durchgeführte Untersuchung der Geschichtskenntnisse in den vier Ländern. Deren Auswertung ist Thema der Polen-Analysen 102.

Link: http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen102.pdf

ds/07.02.2012

 
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