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EURO 2012: DFB-Elf trumpfte auf mit mehr Glück als Klasse Drucken E-Mail

„Am wichtigsten ist das Ergebnis“, sagte Trainer Löw nach dem  1: 0 über Portugal. Und sein portugiesischer Kollege haderte: "Deutschland hatte in der ersten Hälfte mehr vom Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir einige Dinge in den Griff bekommen, ein unglückliches Tor bekommen und gut reagiert. Das Ergebnis ist nicht fair." Beide haben  recht.
Überraschend unauffällig im deutschen Team war Mesut Özil, urteilen deutsche Medien unisono. Nichtsdestotrotz erhielt er nach dem Spiel den Pokal für den besten Spieler auf dem Platz – von Carlsberg. Die Experten im Dienst des dänischen Bierbrauers nannten nüchterne Zahlen, unter anderem die Zahl 10.371. Genau so viele Meter war Özil über den Platz gelaufen - bis zu seiner Herausnahme aus dem Spiel  in der  87. Minute. Özil bedankte sich selbstkritisch: „Ich freue mich über die Auszeichnung, aber ich weiß, dass ich besser spielen kann“. 

Auch Dänemarks Nummer 9, Michael Krohn-Dehli , erhielt den Carlsberg-Pokal. Zwar war auch er nicht der Beste auf dem Platz im Spiel gegen die Niederlande, schoß aber das siegreiche 1:0. Die  klar überlegene Elftal mußte einmal mehr erfahren, dass man den Ball nicht ins gegnerische Tor hineintragen kann. Kommenden Mittwoch steht deshalb wieder eins der traditionellen Schicksalsspiele gegen die Deutschen an.

Stimmen zum Spiel  Portugal – Deutschland

Günter Netzer in BILD zur deutschen Elf:

"Das Aufbauspiel war viel zu langsam. Eigentlich war fast nichts von dem zu sehen, wofür diese Mannschaft steht und was sie in der jüngeren Vergangenheit ausgezeichnet hat. Es ist viel zu selten gelungen, dauerhaften Druck zu entwickeln".

Portugals Trainer Paulo Bento:

"Ich bin unglücklich mit dem Ergebnis. Ich glaube, wir haben das Spiel kontrolliert und gut verteidigt. Wir hatten Pech mit den Lattentreffern. Und die Deutschen hatten Glück beim Tor von Gomez“

Spieler Nani:

"Wir haben sehr gut gespielt, aber Pech gehabt. Es gibt aber noch zwei Spiele, so dass für uns noch alles drin ist. Der Schiedsrichter hat uns benachteiligt, aber das ist normal, gegen große Teams bekommt Portugal nie Hilfe."

„Público”:

 
„Deutschland war wirksamer und Portugal ist zu spät aufgewacht. Am Ende hat jenes Team gewonnen, das die meiste Zeit die Initiative ergriffen hatte. Verloren hat die Mannschaft, die einfach zu lange abgewartet hat.”

„Sunday Times”:

„Gomez gab den Deutschen die Kontrolle zurück - aber das war nicht der Auftritt eines potenziellen Champions.”

„Observer”:

„Ein wundervoller Kopfball von Gomez auf den Punkt, als Deutschland allmählich die Ideen auszugehen schienen.”

Zeitung „Östereich“:

"Was Deutschland gegen die schwachen Portugiesen gezeigt hat, war Rumpelfußball. Das bisher schwächste Match dieser EURO. So wird's nichts mit dem Titel“.

Apropos Österreich
Das Alpenvolk pflegt ein ambivalentes Verhältnis mit Deutschland. Die Deutschen sind  die „Piefkes“. Bestätigt  ein „Piefke“ in Österreich, dass er aus Deutschland kommt, erfährt er: „Aha, von draußen“. Von  denen da „draußen“ wurde jahrzehntelang nicht  schöne „Wiener Schule“ gespielt,
stattdessen gesiegt  mit kraftvollem „Rumpelfußball“. Vor jeder EM und WM wurden die Deutschen  in Umfragen zwar zum Favoritenkreis gezählt, aber gehofft, dass sie auf keinen Fall siegen. Die unter Trainer Löw verordnete Fußball-Kultur gefällt inzwischen sogar den Österreichern – wie eine Umfrage der Wiener Zeitung „Kurier“ zeigt.

Hier das Ergebnis vor Beginn der EURO in Polen und der Ukraine.

                     

Auf www.uefa.com werden Sie mit Infos und Statistiken zugeknallt.

uefa.com/sid/Kurier/ds/10.06.2012

 
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