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EURO 2012: Elf Tschechen waren zuviel für die Weiß-Roten Drucken E-Mail

„Wo waren die Ideen, wo der Wille, wo die Leidenschaft bei den Polen“, schloß der ZDF-Reporter seine Reportage. Die polnische Elf spielte ordentlichen Klempner-Fußball gegen tchechische Feinmechaniker. Bewundernswert waren die Zuschauer für ihre Polska-Rufe – noch in der Schlußminute. Nationaltrainer Franciszek Smuda (63) legte sein Amt nieder: „Das ist zu einhundert Prozent das Ende meines Weges. Mein Vertrag läuft mit dem Ende der EM aus“, sagte er um 23.38 Uhr.

Auch für Russlands holländischen Trainer Dick Advokat  (64) war es das letzte Spiel, er geht zurück zum PSV Eindhoven. Wie schon öfter, startete eine russische Elf mit glanzvollen Auftritten in ein Turnier, um  dann doch zu stolpern. Tchechien wurde Gruppensieger, Griechenland Zweiter.

Wenn heute alles normal läuft, holt sich die deutsche Elf im Spiel gegen Dänemark den Gruppensieg -  und trifft dann im Viertelfinale auf Griechenland. Ausgerechnet Griechenland!

2004 wurden die Griechen als Turnier-Spielverderber  Europameister. Trainer war der deutsche Otto Rehagel. Seine Taktik: Mauer hochziehen und vor dem gegnerischen Tor auf Glück spielen. Das man so einen Titel gewinnen kann, hatte alle Experten überrascht und Ball-Ästheten verzweifeln lassen.

2004 war das Jahr der Griechen. Nach dem Gewinn der Fußball-EM ging das Feiern weiter. Als Ausrichter der Sommer-Olympiade 2004 gab es für Griechen Sieger-Medaillen wie nie zuvor. Später machten Doping-Gerüchte die Runde. Und noch später – 2008 mit der globalen Finanz-und Wirtschaftskrise -  mußten die Brüsseler EURO-Kraten nach und nach eingestehen, dass Griechenland sich mit wohlfeil manipulierten volkswirtschaftlichen Zahlen die Mitgliedschaft in die EURO-Währungszone ermogelt hatte. Seitdem müssen vor allem die deutschen Steuerzahler für das griechische Verschuldungs-Menetekel geradestehen.

Am heutigen Sonntag  entscheiden  die Griechen über die  Auflagen des deutschen Zuchtmeisters. So oder so werden keine Sympathiewerte für Deutschland  herauskommen.

Nun steht auch noch zu erwarten, dass die Deutschen  den Griechen im Viertelfinale eine weitere nationale Schmach aufdeckeln könnten. Furchtbar, diese Deutschen.

ds/17.06.2012

 
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