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Gazeta Wyborcza: Deutscher Fußballpatriotismus ungefährlich Drucken E-Mail

Deutschland trifft am heutigen Donnerstagabend im zweiten EM-Halbfinale auf Italien. Der Patriotismus der deutschen Fans vor diesem Spiel gibt keinen Anlass mehr zur Sorge, erklärt die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza und erinnert sich an die WM 2006 in Deutschland: 

"Auf der deutschen Geschichte lasten der Nazismus und die Verbrechen, die während des Zweiten Weltkrieges begangen wurden. ... Die Deutschen haben ihre Nachkriegsidentität auf die wirtschaftlichen Erfolge, die starke Marke 'Made in Germany' und die eigene Währung gestützt. Die deutsche Mark gibt es aber seit zehn Jahren nicht mehr. ... Schließlich sind für die Deutschen nur noch der Fußball und die deutsche Nationalmannschaft geblieben. 2006 dann haben die Deutschen mit ihren Massen von dreifarbigen Flaggen und ihrem Rückfall zum Patriotismus vollkommen überrascht. ... Es kam aber zu keinem Ausbruch von Fremdenfeindlichkeit. Und auch der extremen Rechten ist es nicht gelungen, die deutsche Fahne zu vereinnahmen. Nach dem Freudenausbruch während der WM hat sich das Leben in Deutschland wieder blitzschnell der Political Correctness untergeordnet."

eurotopics/28.06.2012
 
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