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EURO 2012: Weniger Besucher, aber mehr Umsatz als erwartet Drucken E-Mail

Jetzt ist es offiziell: Rund eine Million Besucher hatte man noch Anfang des Jahres erwartet, kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft  wenigstens fest mit 800.000 gerechnet, doch es kamen nur rund 600.000  aus 110 Ländern nach Polen. Aber die wiederum übertrafen andere Erwartungen: Sie gaben mehr als prognostiziert aus – rund 900 Millionen Zloty (220 Mio. Euro). Vorberichte in der internationalen Presse über horrend erhöhte Hotel-Kosten, haben wohl abgeschreckt. Die Auslastungsquote der Hotels lag im EURO-2012-Juli mit 70,4 Prozent nur geringfügig über dem Juni-Wert. Stichprobenartig 120 befragte Hotels hatten Zimmer durchschnittlich für 611 Zloty/Nacht vermieten können – fast der doppelte Tarif  gegenüber dem Vorjahr.

Rund 24 Milliarden Euro mit  zum Teil aus EU-Töpfen finanzierten Zuschüssen hat Polen die EURO 2012 gekostet. Die Infrastruktur hat einen Modernisierungsschub erhalten, aber nun steht die Frage, wer eigentlich für die fortlaufenden Betreibungskosten der vier hypermodernen Stadien aufkommt? Viele der an den Stadion-Baus beteiligten polnischen Baufirmen sind bereits insolvent mit einem Rattenschwanz voller pleite gegangener Zulieferer. Aber die Hoffnung stirbt immer zuletzt: 92 Prozent der befragten Besucher wollen noch einmal nach Polen  kommen. Mit Geld.

Nach der WM 2006 in Deutschland kam ein ziemlich plattes Ergebnis heraus mit anteilig nur zwei Prozent am Bruttosozialprodukt. Und die Zahl der versprochen  wiederkommenden Besucher hat sich in der Touristik-Statistik nicht bemerkbar gemacht.

Dennoch hat Polen gewonnen, weil es der Welt demonstrierte, Events wie die EURO 2012 reibungslos organisieren zu können.

Uefa.com/thenews.pl/ds/14.08.2912

 
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