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Nachlese zur Fußball-Europameisterschaft 2012 Drucken E-Mail
Für die Fußball-Europameisterschaft 2012 hat Polen etwa 100 Milliarden Zloty (ca. 24,5 Milliarden Euro) in die Infrastruktur und in vier neue Fußball-Stadien gesteckt. Damit hat sich das  Land in fünf Jahren um einen Jahrzehntesprung modernisiert, sagen Experten. Mehr als 650.000 Fans aus insgesamt 110 Ländern verfolgten die Spiele in den Stadien. Polen erwies sich als guter Gastgeber, auch nachdem die eigene Mannschaft frühzeitig ausgeschieden war.

Offenbar hat es ein Teil der polnischen Nation zum ersten Mal geschafft, sich um ein positives Ereignis herum zusammenzufinden. In der „Polityka“ hieß es, bislang hätten Massenversammlungen in Polen fast immer historisch-tragischen bzw. religiös-marty¬rologischen Charakter gehabt: Jahrestage, Beerdigungen, Proteste. Die EM sei das „Coming-out“ derjenigen gewesen, die in der 1989/90 begründeten „Dritten Republik“ geboren seien, eine Generation ohne historische Traumata und Komplexe, aber voller Fröhlichkeit und Selbstironie.

„Reifeprüfung bestanden“ konstatiert Reinhold Vetter in den Polen-Analysen 115. Der deutschen Elf gelang das nicht, obwohl ihr 28 Prozent der Polen den Titel zugetraut hatten, 22 Prozent Spanien – und nur zwei Prozent Italien.

Link: 
http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen115.pdf

 
dpi/ds/16.10.2012

 
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