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Boomland Polen ist viertärmster EU-Staat Drucken E-Mail

Dies ist das Ergebnis der jüngst vorliegenden  Erhebung vom europäischen Statistikamt Eurostat für das Jahr 2011. Basiswert ist das Bruttoinslandsprodukt (BIP)  pro Kopf, ausgedrückt in Kaufkraftstandards (KKS). Ausgehend von einem EU-Durchschnittswert 100 kam Luxemburg als wohlhabendstes Mitglied auf 271 Punkte. Die Niederlande, Irland, Österreich, Schweden, Dänemark und Deutschland lagen zwischen 20% und 30% über dem EU27 Durchschnitt, während Belgien und Finnland zwischen 10% und 20% über dem Durchschnitt lagen. Das Vereinigte Königreich und Frankreich verzeichneten ein BIP pro Kopf von nahezu 10% über dem EU27 Durchschnitt, während Italien und Spanien ungefähr dem Durchschnitt entsprachen. Zwischen 5% bis 30% unter dem Durchschnitt lagen Zypern, Malta, Slowenien, die Tschechische Republik, Griechenland, Portugal und die Slowakei. BIP-ärmste Länder waren 2011 Polen (64%), Lettland (58%), Rumänien (49%) und Bulgarien (46%).

    
   

BIP –KKS - TIP
Das BIP pro Kopf in Luxemburg ist unter anderem wegen des großen Anteils von Grenzgängern an der
Gesamtbeschäftigung hoch. Trotz ihres Beitrags zum BIP werden Grenzgänger nicht als Teil der Wohnbevölkerung, die zur Berechnung des BIP pro Kopf herangezogen wird, berücksichtigt. Zum Vergleich: Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf in Luxemburg liegt bei ungefähr 196% des EU Durchschnitts.

Der KKS (Kaufkraftstandard) ist eine Kunstwährungseinheit, die Unterschiede zwischen den Preisniveaus verschiedener Länder ausgleicht. Ein KKS erlaubt also die Anschaffung des gleichen Volumens von Gütern und Dienstleistungen in allen Ländern. Diese Einheit ermöglicht daher aussagekräftige Volumenvergleiche der Wirtschaftsindikatoren verschiedener Länder. Aggregate in KKS werden berechnet, indem sie in laufenden Preisen und nationaler Währung durch die zugehörige Kaufkraftparität (KKP) dividiert werden.

Der TIV basiert auf Indikatoren, die besser als das BIP dazu geeignet sind,  den Wohlstand der Haushalte darzustellen. In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen beziehen sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte (KPH) auf die Ausgaben für Güter und Dienstleistungen, die von den Haushalten erworben und bezahlt werden. Der Tatsächliche Individualverbrauch (TIV) besteht andererseits aus Gütern und Dienstleistungen, die tatsächlich vom Haushalt konsumiert werden, unabhängig davon, ob diese Güter und Dienstleistungen von Haushalten, vom Staat oder gemeinnützigen Organisationen erworben und bezahlt wurden. Bei internationalen Volumenvergleichen des Verbrauchs, wird TIV oftmals als bevorzugtes Maß angesehen, da es nicht von der Tatsache beeinflusst wird, dass die Regelung bestimmter wichtiger Dienstleistungen, die von den Haushalten konsumiert werden (wie z.B. Gesundheits- und Bildungsdienstleistungen), sich deutlich zwischen den Ländern unterscheidet. Beispielsweise wenn die Kosten für Zahnarztdienstleistungen in einem Land vom Staat übernommen werden und in einem anderen Land von den Haushalten selber, würde ein internationaler Vergleich mittels KPH nicht Gleiches mit
Gleichem messen, während dies bei einem Vergleich unter Verwendung des TIV der Fall wäre.

Eurostat/ds/21.12.2012

 
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