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Über eine MillionMenschen besuchten Polens berühmteste Unterwelt Drucken E-Mail
1978 wurde das „Salzbergwerk Wieliczka“ in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen, eine gigantische Unterwelt tief unter dem südpolnischen Ort Wieliczka (deutsch: Groß Salze). Im Mittelalter ließ sich mit Salz mehr kaufen als mit Münzen. Zum Leidwesen von Polen hat  das habsburgische Österreich lange mitverdient. Doch jetzt geht es dem Ort Wielicka gut. Salz wird nicht mehr abgebaut, stattdessen stehen Touristen aus aller Welt an den Kassen. 2012 waren es fünf Prozent mehr als im Vorjahr: 1.177.000 aus 53 Ländern.

60,900 kamen aus Großbritannien,12 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Briten ist Krakau via Ryanair die aufregendste Stadt auf dem Kontinent, Wieliczka ist nur  zehn Kilomter entfernt. Italein holt auf mit 42,400 Besuchern (plus 17 %). Aus Deutschland kamen 38,900 Besucher (plus 4 %). Seit 1945 haben rund 36 Millionen Menschen das Salzbergwerk besucht. Zum Bekanntheitsgrad beigetragen haben nach Anagben von Minendirektor Kajetan d'Obyrn über 1,000 Journalisten sowie u.a. Berichte von CNN und Discovery Channel – und eine am Ort gedrehte indische Bollywood-Produktion.


Knapp zehn Kilometer von Krakau entfernt befindet sich das Salzbergwerk von Wieliczka. Seit dem 13. Jahrhundert wurde hier Salz abgebaut. Entstanden ist eine gigantische Unterwelt mit über 2000 Kammern in bis zu 327 Metern Tiefe, unterirdische Seen verteilen sich auf mehreren Ebenen. Die frommen Kumpels haben Kapellen und eine kathedralengroße Halle aus dem Salz gehauen und ausgeschmückt mit wundervollen Plastiken und Wandreliefs. Ein Hospital wurde inzwischen umfunktioniert in eine einzigartige unterirdische Heilstätte. Heute finden in dieser bizarren Unterwelt Konferenzen, Bankette, Hochzeiten, Sylvesterbälle, Sportveranstaltungen und Konzerte statt.

Die Touristenroute umfaßt 20 Kammern und Kapellen, die mit insgesamt 3,5 Kilometer langen Gängen verbunden sind, dazu das unterirdische Museum der Krakauer Salzgruben, das sich auf der Grubensohle III befindet. Etwa drei Stunden dauert das unterirdische Abenteuer.

Das älteste aller bekannten Dokumente, das die Geschichte des Bergwerks beschreibt, ist das „Privileg von Kasimir I.“ aus dem Jahr 1044, in dem Wieliczka als "magnum sal alias Wieliczka" erwähnt wird. Seit den ältesten Zeiten war das Salz die wirtschaftliche Grundlage für den Reichtum  des Landes. Im Altertum diente es in Polen als Zahlungsmittel in Form von "Brechsalz" und ersetzte Metallmünzen. Ursprünglich wurde das Salz aus Salzquellen nach einer Siedemethode gewonnen, die darin bestand, das Wasser abzudampfen.

Weitere Infos liefert:

http://www.wieliczka-saltmine.com/(englisch) 

thenews.pl/Wikipedia/ds/13.01.2013
 
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