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Grenzverlauf Deutschland-Polen wird exakt neu vermessen Drucken E-Mail

Seit Polens Schengen-Beitritt sind Passkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze passé (mit der Ausnahme während der Fußball-EM). Doch wie leer wäre die Welt ohne Juristen? Am historischen Strichverlauf der deutsch-polnischen Grenze läßt sich noch famos streiten. Bei Unfällen etwa können Zentimeter über Zuständigkeiten entscheiden. Deshalb muß der Grenzverlauf nun GPS-zentimetergenau ermittelt werden. Die letzten Meßdaten stammen von 1977/78 für einen Grenzverlauf über 465 Kilometer. Etwa eine Million Euro wird die Neuvermessung kosten. Dabei ist aufgefallen, dass die DDR-Deutschen recht geschlampt haben:   

Die meisten der DDR-Grenzsäulen im Abstand von 200 bis 1200 Metern stehen heute schief, sind teilweise zerbröselt, weil aus nicht witterungsfestem Sandstein hingestellt. Demgegenüber waren die Polen auf Qualität bedacht, die Jahrhundrete schadlos übersteht: Aus Granit sind ihre Grenzsymbole gehauen und tief genug verankert worden. Bis 2015 haben die Vermesser noch zu tun. Dann sind rund eine Million Euro für eine GPS-Ermittlung ausgegeben, die niemand interressiert. Juristen ausgenommen.

Mz-eweb.de/ds/08.03.2013

 
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