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BRD zahlt jährlich 300.000 Euro für Internetportal „Porta Polonica“ Drucken E-Mail
In Bochum hat am Freitag eine Dokumentationsstelle zum Leben der Polen in Deutschland ihre Arbeit aufgenommen. Sie steht unter der Ägide des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)  und wird  aus dem Etat von Kulturstaatsminister Bernd Neumann  mit  jährlich 300.000 Euro gefördert – und zwar „dauerhaft“ laut LWL. Ein „Porta Polonica“ genanntes Internet-Portal soll als Dokumentationsstelle aufgebaut werden, um  „die Orte der wechselvollen Geschichte und vielfältigen Kultur der Polen in Deutschland sichtbar zu machen, ein neues Bewusstsein für deren Bedeutung im europäischen Kontext zu schaffen und ein Forum für den Austausch über Erinnerung, Geschichte, Identität und Kultur herzustellen“.
 

Die Stadt Bochum war laut LWL seit Ende des 19. Jahrhunderts das kulturelle und politische Zentrum der Polen in Deutschland. Mehr als 500.000 polnisch-stämmige Menschen lebten damals im Revier . Sie arbeiteten dort nicht nur in Zechen, Eisenhütten und Stahlwerken und trugen damit zum Aufbau und Wohlstand des Landes bei, sondern etablierten in Bochum, im Herzen des aufstrebenden Ruhrgebiets, ein Zentrum der polnischen Verbände, Banken, Verlage und Vereine, das ins gesamte Deutsche Reich ausstrahlte. Die Leitung des Portals  übernimmt der in Breslau geborene Kulturwissenschaftler Dr. Jacek Barski, der seit 1981 Jahren in Deutschland lebt.

Wann es online losgeht, ist in der LWL-Pressemeldung nicht mitgeteilt.

LWL/ds/29.06.2013 
 
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