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Polen fremdelt konstant mit dem Euro Drucken E-Mail
Letland ist gerade der Eurozone beigetreten, Litauen will folgen, Großbritannien  erst  testen, ob ein nationales Referendum für oder gegen den Euro votiert. Polen hatte sich mit der EU-Mitgliedschaft 2004 zum baldmöglichsten  Beitritt in die Euro-Währungszone  verpflichtet. Doch ohne terminliche Festlegung. Nach Abwahl der  Euro-gegnerischen Kaszinsky-Regierung  stellte der neue Regierungschef Donald Tusk den  Beitritt zur Währungsunion für 2011 in Aussicht. Doch seither wird  Schritt um Schritt der Beitritt in die Zukunft verschoben.


Am Freitag gab Finanzminister Jacek Rostowski in einem Journalistengespräch bekannt: "Ich denke, dass wir den Euro real in etwa zehn Jahren einführen werden, möglicherweise etwas früher. Aber wir sollen uns sicher sein, dass die Eurozone in dieser Zeit alle notwendigen Reformen hinter sich hat, die unseren Beitritt gefahrlos machen würden. Wir bewerten die gegenwärtigen Prozesse positiv.  Aber die Fortschritte sind noch unzureichend".

In etwa zehn Jahren gilt das Kalenderjahr 2023. Dann ist die Eurozonen-Gemeinschaft längst Vergangenheit, wird zunehmend von Wirtschaftsexperten prognostiziert. Bestenfalls bleibt eine Nord-Süd-Euro-Konstellation erhalten, in der die nordeuropäischen Mitgliedstaaten verbleibenen südländischen  mit finanziellen Transferleistungen über Wasser halten. Inwieweit Polen dann dazu bereit wäre, läßt sich an der ständigen Beitrittsverschiebung ablesen.

AFP/ds/21.07.2013
 
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