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Auschwitz-Überlebender klagt ZDF an Drucken E-Mail
Polnische Botschaften sind vom Außenministerium angewiesen, Berichte über Nazi-Konzentrationslager auf ihre historisch korrekte Formulierung zu überprüfen. Zu oft  ist von „polnischen  Konzentrationslagern“ die Rede. Erst kürzlich entschuldigte sich US-Präsident Barack Obama bei Polens Präsident  Bronislaw Komorowski  für seinen „Fauxpas“. Polnische Proteste haben inzwischen eine Reihe internationaler Medien zur Absichtserklärung veranlaßt, von "deutschen Konzentrationslagern auf  besetztem polnischen Territorium hinzuweisen". Dass trotz der berechtigten polnischen Empfindlichkeit ausgerechnet  deutschen Medien gelegentlich die Formulierung  „polnische Konzentrationslager“ unterläuft, hat den 92-jährigen Auschwitz-Überlebenden Karold Tendera auf den Plan gerufen.

Er fordert vom ZDF eine Entschuldigung für die vermaledeite  Formulierung in einer ausgestrahlten Dokumentation, betitelt „Die Entdeckung der polnischen Vernichtungslager Majdanek und Auschwitz“. Dazu  50.000 Zloty (11.900 Euro) Bußgeld, zu leisten an eine Wohlfahrtseinrichtung.

Pikant daran ist, dass die Dokumentation eine Produktion des deutsch-französischen Kulturkanals „Arte“ ist. Arte ist seit 1992 ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Sendeanstalten ARD, ZDF, France Télévisions und dem französischen Staat. Karold Tandera ist Ehrenvorsitzender der „Polnischen Vereinigung ehemaliger Gefangener deutsche Konzentartionslager“.

thenews.pl/ds/25.07.2013
 
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