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Rezession abgesagt. Industrieproduktion zog kräftig an. Drucken E-Mail
Nach nur wenigen Monaten in der Rezession ist Polen wieder auf dem Weg zu einem robusten Aufschwung. Befürchtungen, dass die Probleme in der Eurozone über kurz oder lang auch Polen infizieren, sind vom Tisch. Deutschlands Wirtschaft  ist wieder auf  Wachstumskurs und  zieht andere Volkswirtschaften wie die von Frankreich und Italien im Schlepptau mit. Die Import-Kapazität nimmt wieder zu, ist aber stärker als zuvor am Preis ausgerichtet. Und das kommt vor allem dem polnischen Export zugute. Polens Industrieproduktion hat im Jahresvergleich Juli 2012/2013 um 6,3 Prozent zugelegt – das beste Ergebnis seit 18 Monaten.


Die Gründe dafür sind u.a.die starke Nachfrage nach polnischen Bussen in Deutschland und dem Rest der Eurozone. So mußten die beiden größten Hersteller MAN Truck & Bus Polska und Solaris Bus & Coach  bereits Dutzende neue Mitarbeiter einstellen, um alle Auftrage zu bewältigen. Volvo verlagert gleich seine gesamte Busproduktion nach Polen. Weitere Export-Gewinner sind die Industrien für Möbel und Elektronikartikel.

Während die gesamtvolkswirtschaftliche Industrieproduktion in der EU 2012 nur auf  0.4 Prozent Wachstum kam (Deutschland 1,3 %), erhöhte sie sich in Polen von 20012 auf 2013 laut dem Statistikamt GUS auf 6,3 Prozent, laut Eurostat 5,3 Prozent. Einzig Rumänien toppte Polen aufgrund des niedrigen Lohnniveaus mit einem Wachstum der Industrieproduktion von 9,6 Prozent

Nicht Spanien, Griechenland oder Portugal, sondern Eurozone-Mitglied  Finnland  stürzte  am tiefsten mit einem Minus von 5,9 Prozent.

PAIiZ/Eurostat/GUS/ds/31.08.2013
 
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