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Zweiter Grenzübergang auf Usedom geöffnet Drucken E-Mail

Auf der Insel Usedom können sich jetzt täglich ab 10.00 Uhr  Fußgänger und Radfahrer vom Grenzort Garz aus direkt ins polnische Swinemünde/Swinoujscie aufmachen. Auch für Busse öffnet sich der Schlagbaum, nicht aber für PKWs – weil sich die Zufahrtsstraßen auf polnischer Seite noch im Bau befinden. Dennoch ist von einem   grenzüberschreitenden Fortschritt die Rede gegenüber dem bisher einzigen Grenzübergang in Ahlbeck, dessen Benutzung  eine Sondergenehmigung erfordert.

Die Öffnung des 1945 geschlossenen Grenzüberganges war seit Jahren gefordert, jedoch mangelte es an einer modernen Straßenanbindung auf polnischer Seite. Seit Polens EU-Beitritt wurden knapp drei Millionen Euro auf deutscher Seite in die Infrastruktur investiert und auf polnischer Seite EU – Fördermittel eingesetzt. Trotzdem reicht es nicht für den motorisierten Privatverkehr, der deshalb weiterhin von Mecklenburg-Vorpommern über Linken/Pomellen rollen muß. Bald allerdings soll auch ein Bus - Linienverkehr zwischen  polnischer und deutscher Ostseeküste über Garz eingebunden werden. Davor wiederum warnt  Bürgermeister Karl Heinz Schiefelbein von Garz, einem Städtchen, das sich seit mittelalterlicher Beurkundung die historische Besonderheit leistet, ohne Stadtwappen auszukommen. Der Grenzübergang führe lediglich über eine schmale zweispurige Straße mit teils uralter Kopfsteinpflasterung, es gäbe weder Park- noch Wendemöglichkeiten und somit nur Verkehrschaos vor und in Garz zu erwarten. PKW-Reisenden empfiehlt  deshalb der Bürgermeister zu warten, bis die geplante Umgehungsstraße Zirchow-Graz für Entlastung sorge.

ard.de/ds/24.04.2007
 
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