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Internationaler Auschwitz-Rat besorgt über Besucherrückgang Drucken E-Mail
2012 wurde die  Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, die größte von  Nazi-Deutschland  errichtete Vernichtungsanlage, von  1.43 Millionen  Menschen besichtigt.  Zur Rekordzahl  hat die weltweite Berichterstattung über Polen als Gastgeber der Fußball-EM  beigetragen. Nach Angaben der Museumsleitung kamen die meisten ausländischen Besucher aus Großbritannien (446,000), den USA (97,000), aus Israel (80,000) und Deutschland (74,000). Die Zahl der polnischen Besucher lag bei rund 560.000, den größten Anteil stellten polnische Schulklassen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 336.000.
Den dramatischen (polnischen) Rückgang wirft der Internationale Auschwitz-Rat in einem  Medienaufruf der seit 2007 verantwortlichen Tusk-Regierung vor. Sie strich den Schulleitungen die Fahrtkosten nach Auschwitz-Birkenau, begründet mit einer moderierten Geschichtsschreibung.

Hintergrund: Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wird seit 1947 von Polen als staatliches Museum geleitet und wurde seitdem mit jährlich rund  4,7 Millionen bezuschußt. Doch die durchschnittlich rund eine Million Besucher jährlich deckten mit ihren Eintrittsgeldern nicht die Kosten für den Erhalt. Die Lagergebäude waren dem Verfall ausgeliefert.  2009 initiierte deshalb die gegründete „Auschwitz-Birkenau Foundation“ einen weltweiten Spendenaufruf für benötigte rund 120 Millionen Euro. Von den USA bis Malta kamen  Zahlungszusagen über zusammen rund 60 Millionen. Deutschland sicherte die Zahlung der übrigen 60 Millionen Euro zu. Mit den Geldern wird die Anlage als Gedenkstätte erhalten.

APA/ds/12.06.2014
 
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