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Ausstellung zum Vernichtungskrieg in Polen Drucken E-Mail
Mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Mitten in Berlin erinnert eine Freiluftausstellung an diesen Vernichtungskrieg und die grausame Umsetzung der rassistischen "Lebensraumpolitik" der Nationalsozialisten.
Der Pariser Platz – direkt am Brandenburger Tor – ist einer der meist besuchten Orte Deutschlands. Hier erinnert eine Freiluftausstellung an den "1. September - Auftakt zum Vernichtungskrieg in Polen". Auf insgesamt 10 Tafeln wird die langfristige Vorbereitung des nationalsozialistischen Angriffskriegs gegen Polen dokumentiert, die den Zweiten Weltkrieg einleitete.

Am 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht im Morgengrauen Polen. Adolf Hitler erklärte den Angriff als Verteidigungsreaktion auf einen angeblichen polnischen Überfall auf den Rundfunk-Sender Gleiwitz am Vorabend. Tatsächlich wurde dieser Überfall jedoch von der Schutzstaffel ("SS") inszeniert. Mit diesem Überfall leitete die deutsche Führung den Zweiten Weltkrieg ein. Von Anfang an war der "Polenfeldzug" ein Vernichtungskrieg, mit dem die Nationalsozialisten antisemitische und rassistische Ziele verfolgten. Der Zweite Weltkrieg hat mindestens 55 Millionen Menschen das Leben gekostet.

An mehreren Säulen befestigt, dokumentieren die Tafeln mit vielen Fotos und Zitaten nicht nur die Anfänge des Krieges, sondern auch die grausame und gezielte Umsetzung der rassistischen "Lebensraumpolitik" der Nationalsozialisten. Diese führte auch zur Ermordung von über sechs Millionen Juden und der Vernichtung der slawischen Bevölkerung. Die Ausstellung verdeutlicht, dass es den Nationalsozialisten nicht nur um die Gewinnung neuer Territorien ging, sondern um die gezielte "Ausschaltung" von Minderheiten.

Die Ausstellung ist noch bis zum 23.11.2014 zu sehen. Da es sich um eine Freiluftausstellung handelt, werden neben Bürgerinnen und Bürgern auch viele Touristen am Pariser Platz erwartet. Ihnen wird der Zugang zur Ausstellung durch englische Übersetzung der Texte auf den Tafeln, sowie Broschüren in Deutsch, Englisch und Polnisch, erleichtert. Die "Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum" hat die Ausstellung konzipiert; sie ist aus Bundesmitteln finanziert.


Quelle mit Foto: http://www.bundesregierung.de/01.09.2014
 
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