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EuGH: Deutscher Mindestlohn gilt nicht für Outsourcing nach Polen Drucken E-Mail
Die Stadt Dortmund hatte die deutsche Bundesdruckerei mit der Akten-Digitalisierung beauftragt, doch als sie erfuhr, dass die Bundesdruckerei den Auftrag an ein Unternehmen in Polen vergeben hat, bestand sie darauf, dass auch in Polen der deutsche Mindestlohn  von 8,62 Euro pro Stunde verbindlich sei.
Die Richter am Europäischen Gerichtshof jedoch  ließen die unterrschiedichen Lohnniveaus in Deutschland und Polen nicht gelten, weil ihre kalkulatorische Grundlage  „mit dem Prinzip der Dienstleistungsfreiheit in Europa nicht vereinbar sei“. Das Urteil dürfte dem boomenden polnischen Outsourcing-Markt erhebliches Kopfzerbrechen bereiten. Niedrigere Löhne fallen als Verkaufsargument weg. Auf dieses Urteil wierden sich  küntig  unterlegene Wettbewerber berufen.

EuGH/ds/19.09.2014
 
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