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Popieluszko wird heiliggesprochen Drucken E-Mail
Einer Meldung von Radio Vatikan zufolge hat sich 2012 in der französischen
Gemeinde Crétei  nahe Paris eine Heilung auf Fürsprache des Seligen Popieluszko ereignet, für die die Wissenschaftt keine Erklärung hat -  außer der, dass  ein wundersamer Prozeß dazu  geführt hat. Welche Person von welchem Leiden Popieluszko erlöst hat, teilt Radio Vatikan nicht mit. Den Vorfall hat die für Wunder-Prüfungen  zuständige  vatikanische Kongregretation an sich genommen. Am  Samstag  nun gab sie bekannt, dass das Ereignis nach Abwägung aller vorliegenden Kenntniisse die  Vorgaben  für ein Heilisprechnungs-Verfahren erfülle.

Für Popieluszkos Heiligsprechung liegen die kirchlichen Hürden allerdings recht flach. Papst Johannes Paul II hatte ihn bereits zum „politischen“ Märtyrer erklärt. Für diesen Status ist der für die Heiligsprechung zusätzliche Nachweis, mit  Taten stellvertretend  göttliche Inspiration bewiesen zu haben, nicht erforderlich. Selige genießen nur  lokale Verehrung, eine Heiligsprechung (Kanonisation) gilt für die ganze Weltkirche. Popieluszkos Schicksal wurde lange von der polnischen Kirche als traumtisches Ergebnis behandel.



Wiederholt war Papst Benedikt XVI gerügt worden, die Heilgsprechung Popieluszkos nicht voranzutreiben. Doch wie es scheint, ist auf Frankreich Verlaß.

Eine französiche Nonne hatte den polnischen Papst im Gebet angerufen, sie von ihrem parkinsonschen Rollstub-Dasein  zu erlösen. In Costa Rica therapierte  er einer Mutter  mit acht Kinden nach Anruf  ihren Gehirntumor. Zur Heilgsprechung in Rom kam die französische Nonne  stehenden Fußes, kurz darauf filmten sie Reporter wieder im Rollstuhl. Medizinisch sind solche Gesundungsschübe nichts Neues. Die medial angekündigte Danksagung in Rom schaffte die Mutter in Costa Rica zwar, aber der Tumor war wieder da. Das störte die Kongretation jedoch nicht. Johnnes Paul II wurde trotz der Wunderpleite  Welt-Heiliger.

Der Bauernsohn Popieluszko  taktierte sich nicht in eine politische Karriere, sondern trat im Glauben fest für Bürgerrechte ein in einer Zeit unter komminustischen Diktat mit einer alles  unterdrückenden Geheim-Miliz. Er stelllte sich in den Dienst  der  protestierenden gewerkschatlichen Solidarnocs-Bewegung und war der Einzige, der vom kommustischen  Regime  entdroktirinierte Menschen- und persönliche Freiheitsrechte einforderte. Nur 37-jährig starb er für diese Ideale.1984 wurde er von  Offizieren des polnischen Staatssicherheitsdienstes entführt, mit Knüppeln zusammengeschlagen, an den Füßen gefesselt und mit Steinen beschwert im  Weichsel-Stausee bei Wloclawek ertränkt, wo seine Leiche  am 30. Oktober gefunden wurde.

An seinem 25. Todestag wurde ihm posthum der höchste Staatsorden des Landes verliehen. Die Statsbank gab eine 37-Zloty-Münze zu seiem Gedenken heraus, und über 200.000 Menschen feierten die Bekanntgabe seiner Seligsprechung, darunter 100 Bischöfe und 2000 Priester, die man heute gern fragen möchte, wo sie waren, als Popieluszko aus dem kommunistischen Mainstream ausscherte.

Jetzt leitet die vatikanische Kongregation seine Sekigsprechung  zum Heiligen mit obskurer Wunderkraft ein.

Das Regime konte Popieluszko brutal errmorden lassen, Polens späterer Papst Johannes Paul II protesierte kleinlaut unter schützender Vatikan-Obhut.

Johannes Paul l I  hat die Segnung der weltweiten Heiiligkeit erhalten. Doch so  engagiert  wie Popieluszko im eigenen Land trat er nie auf.

Agnieszka Holland verfilmte das tragische Schicksal 1988 mit dem Titel „Der Priestermord“.

Radio Vatikan/ds/21.09.20

 
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