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Ab Mai 2015 wieder mit dem Schiff auf Schienenfahrt Drucken E-Mail
Der mehr als 150 Jahre alte Obelandkanall zwischen Ostróda (Osterode) und Elbląg (Elbing) gehört zu den größten Touristenattraktionen im Westen der polnischen Woiwodschaft Warmińsko-Mazurskie (Ermland-Masuren). Seit über zwei Jahren finden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Erst kürzlich wurden die Arbeiten an den Schleusen in Miłomłyn und Zielona abgeschlossen. Unter anderem wurden die Wände der Schleusenkammern verstärkt und die elektronische Öffnung der Schleusentore fertiggestellt.

Wichtigstes Teilprojekt war die Erneuerung der fünf geneigten Ebenen im unteren Abschnitt des Kanals. Sie gleichen den größten Teil der fast 100 Meter hohen Höhenunterschiede im Verlauf der mehr als 80 Kilometer langen  Wasserstraße aus. Die Schiffe werden dort auf Schienen über Rampen gezogen. Alle technischen Komponenten dieser Anlagen mussten erneuert werden. Das von dem Königsberger Ingenieur Georg Steenke vor mehr als 150 Jahren entwickelte technische System blieb indes erhalten. Auf rund 28 Millionen Euro belaufen sich die gesamten Baukosten.

Die Gesellschaft Żegluga Ostródzko-Elblaska beförderte vor der Schließung des Kanals jährlich etwa 40.000 Passagiere auf ihren Ausflugsschiffen. Zunehmend waren auch private Freizeitkapitäne mit ihren Hausbooten und Yachten auf dem Kanal unterwegs.

Der Oberlandkanal gilt als eines der wichtigsten technischen Denkmäler Polens und soll nach dem Willen der Anliegergemeinden auf die Liste des UNESCO-Welterbes kommen.

Żegluga Ostródzko-Elblaska/ds/01.11.2014
 
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