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Deutschland gibt Beutekunst an Polen zurück Drucken E-Mail
Das Auswärtige Amt und der Freistaat Sachsen sind übereingekommen, eine lateinische Handschrift von Predigten aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts an Polen zurückzugeben, teitl das Auswärtige Amt in einer Meldung vom 5. November mit. Bei der lateinischen  Handschrift handelt es sich um einen theologischen Sammelband polnischer Herkunft mit dem Titel "Sermones de tempore", der noch im 15. Jahrhundert in die Sammlung der Vikariatsbibliothek beim Kollegiatstift Wislica gehörte. Er wurde Ende 1944  aus der Polnischen Nationalbibliothek in Warschau  geraubt und nach Görbitsch bei Frankfurt/Oder gebracht.
 

Dort beschlagnahmten sowjetische Truppen nach Kriegsende das Werk und brachten es nach Moskau. 1958 übergab die Sowjetunion die Handschrift zusammen mit einer Reihe von aus Dresden stammenden Sammlungen an die damalige DDR, wo es seither in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats-und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) aufbewahrt wurde.

In der Meldung  vom  Auswärtigen Amt  heißt es dazu, die Übergabe an die Landesbibliothek  sei „irtümlich“ erfolgt – „wie  sich nun herausstellte“ (!).

Auswärtges Amt/ds/07.11.2014
 
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