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Nazi-KZ Auschwitz-Birkenau meldet Besucherrekord Drucken E-Mail
Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das  größte von Nazi-Deutschland in Polen errichtete Vernichtungsanlager. Geschätzt 1.4 Millionen Menschen wurden hier umgebracht: Juden, Polen, Sintis, Romas, auch  deutsche Nazi-Gegner. Seit 1979  steht es auf der UNESCO-Liste der Weltkulturerbe.
2001 meldete die Gedenkstätte unter 500.000 Besucher, das millionste Ticket wurde 2008 verkauft.  2012 sorgte die weltweite Berichterstattung über Polen als Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft für 1.43 Millionen Besucher. Die meisten kamen aus Großbritannien (446.000), den USA  (97,000), aus Israel (80,000) und Deutschland (74,000), deutlich weniger Besucher hingegen aus Polen. Grund: Die Tusk-Regierung setzte sich seit 2007  für eine moderierte Geschichtsschreibung ein und  strich die Kosten für polnische Schulklassen, ihr Besucheranteil fiel  von 560.000 auf 336.000.

Dass für dieses Jahr bereits im November die  Besucherzahl  von gesamten Vorjahr erreicht  worden ist und mit über 1.5 Millionen Besucher einen neuen Rekord darstellt, führt die Museumsleitung auf Vorankündigungen kommender historischer  Zeitereignisse zurück. Vor 70 Jahren (1945) wurde das Konzentrationslager von russischen Truppen befreit. Entsprechend zeigte sich schon in diesem Jahr eine deutliche Zunahme russischer Besucher.

Hintergrund:
Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wird seit 1947 von Polen als staatliches Museum geleitet und wurde seitdem mit jährlich rund  4,7 Millionen bezuschußt. Doch die jährliche Besucherzahl deckte mit ihren Eintrittsgeldern nicht die Kosten für den Erhalt. Die Lagergebäude waren dem Verfall ausgeliefert. 2009 initiierte die gegründete „Auschwitz-Birkenau Foundation“ einen weltweiten Spendenaufruf für benötigte rund 120 Millionen Euro. Von den USA bis Malta kamen Zahlungszusagen über zusammen rund 60 Millionen. Deutschland sicherte die Zahlung der übrigen 60 Millionen Euro zu. Mit den Geldern wird die Anlage als Gedenkstätte erhalten.

en.auschwitz.org/ APA/ds/27.12.2014
 
 
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