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Tarnow ist Polens führende Messe-Stadt im Glauben Drucken E-Mail
Etwa 60 Kilometer südlich von Krakau  liegt die 115.000-Einwohner-Stadt Tarnow, auch“ Perle der Renaissance“ genannt. In der historischen Altstadt steht die gotische Kathedrale St. Maria mit Baubeginn im 15. Jahrhundert und späteren Ausbauten im neugotischen Stil (Foto). Täglich finden lithurgische Messen statt, so fromm ist man hier. Die Messen sind laut der jüngsten kirchlichen Statistik vom Oktober 2014 zu 89 Prozent belegt. In den zehn umliegenden Pfarreien des Bistums  Tarnow ist die Frömmigkeit noch intensiver. Zum Gebet und zur Beichte kommen bis zu 93,5 Prozent  der hier lebenden Katholiken. Landesweit besuchten 2013 nur noch  39,1 Prozent der polnischen Katholiken regelmäßig die Sonntagsmesse.


Daraus läßt sich aber keineswegs eine Abkehr vom Glauben herleiten. Einmal  Katholik - ewig Katholik: In Polen sind Kirchenaustritte nur theoretisch möglich. Voraussetzung ist eine stichhaltig  begründete Willenserklärung, die von zwei Zeugen glaubwürdig  zu bestätigen  ist. Dann obliegt dem Pfarrer die Entscheidung, der allerdings  an höhere Weisung gebunden ist. Einer Erklärung der Bischofskonferenz zufolge widersprechen zivilrechliche Klagen kirchlichem Recht. Der Staat habe sich aus innerkirchlichen Angelegenheiten herauszuhalten, notfalls ziehe man vor das Verwaltungsgericht.

KNA/Wikipedia/Foto: Polskaniezwykla/ds/12.01.2015
 
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