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Denkmal in Warschau für polnische Juden-Retter Drucken E-Mail
Mehr als 6.000 Polen wurden bisher als „Gerechte unter den Völkern“ mit der höchsten Auszeichnung Israels geehrt:  Sie retteten während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg verfolgte jüdische Mitbürger unter Einsatz des eigenen Lebens. Ein Denkmal in der Warschauer Innenstadt soll ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für die Retter setzen. Fünf Entwürfe aus einem internationalen Architekturwettbewerb zur Gestaltung des Denkmals gehen nun in die Endrunde.

Mit Vorschlägen an der Ausschreibung hatten sich Architekten aus 16 Ländern. In die Endrunde gelangten drei polnische Projekte sowie ein Beitrag aus Österreich und einer aus der Schweiz. Während etwa Andrzej Bulanda und Jadwiga Gajczyk eine überdimensionale Tür als Symbol des Verstecks vorschlugen, wollen Eduard Freudmann und Gabu Heindl mit einem schlichten Birkenhain an den „Wald der Gerechten“ der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem anknüpfen. Das Schweizer Studio Pez hingegen schlägt eine Skulptur vor, die den Fundamenten eines Hauses ähnelt.Im April soll der endgültige Wettbewerbssieger feststehen. Der Bau des Denkmals im Herzen des einstigen jüdischen Zentrums von Warschau im Stadtteil Muranow soll voraussichtlich im Herbst abgeschlossen sein.

In Polen wurde das Verstecken verfolgter Juden von den deutschen Besatzern mit der Todesstrafe geahndet. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Polen 3,5 Millionen Juden - ein Zehntel der Gesamtbevölkerung. Rund drei Millionen polnischer Juden wurden von den Nationalsozialisten ermordet

Quelle: tt.com/ds/09.02.2015
 
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