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ARTE unterbricht Zussammenarbeit mit TVP Drucken E-Mail
Infolge des am 31. Dezember 2015 in Polen verabschiedeten Gesetzes über die öffentlich-rechtlichen Medien hat der französich-deutsche  Kulturkanal ARTE entschieden, gemäß „Chapter 5 Arte“ die vertraglichen Beziehungen mit TVP bis auf Weiteres auszusetzen. Es werden keine neuen Koproduktionen begonnen, solange ARTE nicht die Gewissheit hat, dass die Meinungsfreiheit, die redaktionelle Vielfalt sowie die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Polen gewährleistet sind, heißt es in der Pressemitteilung.

"Wir bedauern sehr, diese Entscheidung treffen zu müssen, da unserem Sender die Beziehung mit Polen besonders wichtig ist", unterstrichen Peter Boudgoust, Präsident, und Anne Durupty, Vizepräsidentin von ARTE, in einem Brief an den TVP-Intendanten Jacek Kurski. "Wir hoffen, in den nächsten Monaten wieder enger mit TVP zusammenarbeiten zu können".
 
ARTE wird zu 95 Prozent aus deutsch-französischen Rundfunkgebühren finanziert. Gemäß seines Auftrags, in Europa qualitativ hochwertige Programme zu produzieren und zu verbreiten, ist ARTE seit seiner Gründung (1991) Partnerschaften mit zahlreichen öffentlich-rechtlichen Sendern eingegangen. Assoziierungsverträge mit beratender Stimme in den Gremien von Arte bestehen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern aus Belgien (RTBF), Österreich (ORF), Polen (TVP) und Tschechien (CT) sowie Kooperartionsverträge  mit den öffentlichen Sendern aus der Schweiz (SRG SSR), Finnland (YLE) Griechenland (ERT). 

Irgendwie sollten bis zum Herbst die Rauchzeichen verzogen sein, denn ARTE hat mit "ARTE po polsku" eine Reihe von Programmen mit polnischen Untertiteln vorbereitet.
 
arte.tv/ds/29.01.2016
 
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