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Historikerin Anna Wolff-Poweska erhält Viadrina-Preis Drucken E-Mail
  Die polnische Historikerin und Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Anna Wolff-Powęska erhält den diesjährigen Viadrina-Preis des Förderkreises der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Die Laudatio hält der Slawist, Germanist und Polonist Prof. Dr. Heinrich Olschowsky, der auch dem Kuratorium des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaft beisitzt. Die feierliche Preisverleihung findet am Europatag, Montag, dem 9. Mai, 11.00 Uhr, im Logensaal der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Logenstraße 11, statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Anmeldungen  bis Donnerstag, den 28. April:  

Prof. Dr. Anna Wolff-Poweska wird gewürdigt für ihren unermüdlichen Einsatz als Wissenschaftlerin für die deutsch-polnische Aussöhnung und gegen Nationalismus. Seit 1969 ist die Historikerin am „West-Institut“ der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen tätig, dessen Geschicke sie von 1990 bis 2004 leitete. In ihren Studien u. a. zu deutsch-polnischen Erinnerungskulturen, arbeitet sie die Geschichte der ehemals deutschen Gebiete im heutigen Westpolen auf. 

Als Verfechterin der Demokratie und der deutsch-polnischen Verständigung hat sich Prof. Dr. Anna Wolff-Poweska einen Namen gemacht. Trotz Angriffen aus dem national-konservativen Lager hat sie ihren Kurs der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und Verständigung stets beibehalten.

Prof. Dr. Anna Wolff-Poweska ist seit Jahren eng mit der Europa-Universität Viadrina verbunden. Zur Gründung der Stiftungsuniversität im Jahre 2008 wurde sie als einzige Polin in den neu gegründeten Stiftungsrat berufen. In dem neunköpfigen Aufsichtsgremium wirkte sie als Stimme Polens und Vertreterin der Adam-Mickiewicz-Universität entscheidend an der Weiterentwicklung der Viadrina mit.

Der mit 5.000 Euro dotierte Viadrina-Preis wird seit 1999 jährlich an deutsche und polnische Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderer Weise um die deutsch-polnische Verständigung verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u. a. der Übersetzer Karl Dedecius (1999), der Nobelpreisträger Günter Grass (2001), die polnischen Publizisten Adam Michnik (2000) und Adam Krzemiński (2006) sowie der frühere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki (2009), Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (2010), der polnische Komponist und mehrfache Grammy-Preisträger Krzysztof Penderecki (2011) und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland a. D. Hans-Dietrich Genscher (2012).

Quelle: europa-uni.de/Foto:Wikipedia/ds/11.03.2016
 
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