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Neuer Besucherrekord in Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Drucken E-Mail
  2016 haben 2.053.000 Menschen die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen besucht, davon fast drei Viertel aus dem Ausland. Das teilte das staatliche Museum mit. Im  Jahr zuvor waren rund  1.7 Millionen  Besucher gezählt worden. Laut der vorliegenden 2016-Statistik kamen 424.000 Besucher aus Polen, über die Hälfte davon Schulklassen. Das erklärt die sprunghafte gestiegene Besucherzahl. Unter der Tusk-Regierung war der obligatorische  Schulklassenbesuch der Gedenkstätte eingeschränkt worden durch Streichung der Reisekosten. Die PiS-Regierung indes will die Erinnerung an deutsche Verbrechen aufleben lassen.

Dass auch die Deutschen Probleme damit haben, zeigt die Statistik: Nur 92.000 Besucher kamen 2016 aus Deutschland. Aus Großbritannien waren es 271.000, aus den USA 215.000. Auch aus Italien, Spanien und Israel waren es deutlich mehr. Plus geschätzt 155.000 Weltjugend-Pilger von im Polen im Juli veranstalteten  katholischen Weltjugendtag mit über einer Million Teilnehmer. Die Gedenkstätte entwickelt sich offensichtlich zu einer der größten Tourismus-Attraktion Polens. Dabei stand sie 2014 vor dem Aus.

Hintergrund: Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wird seit 1947 von Polen als staatliches Museum geleitet und wurde seitdem mit jährlich rund  4,7 Millionen Euro bezuschußt. Doch die durchschnittlich rund eine Million Besucher jährlich deckten mit ihren Eintrittsgeldern nicht die Kosten für den Erhalt. Die Lagergebäude waren dem Verfall ausgeliefert.  2009 initiierte deshalb die gegründete „Auschwitz-Birkenau Foundation“ einen weltweiten Spendenaufruf für benötigte rund 120 Millionen Euro. Von den USA bis Malta kamen  Zahlungszusagen über zusammen rund 60 Millionen. Deutschland sicherte die Zahlung der übrigen 60 Millionen Euro zu. Mit den Geldern wird die Anlage seitdem als Gedenkstätte erhalten.Sie war die größte von Nazi-Deutschland in Polen errichtete Vernichtungsanlage

Quelle:Auslandsdienst Polen/ds/08.01.2017
 
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