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Polen dominiert europäischen LCD-TV-Markt Drucken E-Mail

Der japanische Elektronikkonzern Sharp schätzt, daß die europaweite Nachfrage nach LCD-TVs im Jahr 2011 bei 36 Millionen Einheiten liegen wird. Zwischen 60 bis 80   Prozent werden dann aus polnischen Werken kommen. LG Philips mit Toshiba und Sharp liefern das Know-how und dreistellige Millionenbeträge.
Den Startschuß gab im April diesen Jahres die LG Philips. Im polnischen Werk bei Breslau wurde die Massenfertigung aufgenommen mit der Ankündigung, die Jahresproduktion von drei Millionen (2008) auf  elf Millionen bis 2011 zu steigern. Bis dahin  sind  noch 429 Millionen Euro für den sukzessiven Ausbau der Produktionsanlagen vorgesehen. Vor zwei Tagen lud Sharp zu einer grandiosen Eröffnungsfeier ein, auf der sich auch Präsident Kaczynski telegen  zeigte – Wahlen stehen ins Haus.

Gefeiert wurde auf dem Industriegelände Crystal Park der Stadt  Torun. Dort hat Sharp binnen Jahresfrist für  44 Millionen Euro sein erstes europäisches Werk für LCD-Panels und – Fernseher hingeklotzt – exakt  40.778 qm groß. Das insgesamt 500.000 qm große Industrieareal bietet Platz für Expansion und die  Ansiedlung von Zulieferern.
Schon im  September sollen die rund 1.300 Beschäftigten 300.000 Einheiten herstellen. 2008 sind pro Monat 420.000 Einheiten geplant, für 2011 ist in etwa  Gleichstand mit LG Philips/Toshiba angepeilt.

In Korea und China wirbt die polnische Außenhandelsagentur PAIiIZ derweil um weitere Investoren. Die Gespräche laufen gut, heißt es. 2011 könnte  demnach durchaus die gesamte LCD-TV-Produktion für Europa aus „Made in Poland“ kommen. Schon jetzt  ist das Angebot von Loewe Deutschland zwar noch „Made in Germany“, aber nur, weil die polnischen Lieferungen (noch) modifiziert werden müssen auf das größere   Full-HD-LCD – Format.

C`t/heise/ds/30.08.2007

 
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