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Schluß mit Mautsystem ViaToll Ende 2018? Drucken E-Mail
  Danach könnte das Fahren auf polnischen Autobahnen und Schnellstraßen noch teuer werden, denn das Nachfolgesystem soll mit dem Europäischen Mautsystem EETS und mit denjenigen der privat betriebenen Autobahnabschnitte in Polen kompatibel gemacht werden und künftig auch zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt werden, etwa beim Finden gestohlener Fahrzeuge.

Damit schwinden die Hoffnungen für den derzeitigen Systembetreiber, das österreichische Unternehmen Kapsch Telematic Services, erneut mit der Mauteintreibung beauftragt zu werden. Sie steht jetzt im Wettbewerb mit 19 Firmen und Holdings, bestätigte ein Sprecher der polnischen Straßenverkehrsbehörde GDDKiA. Dabei lobte er Kapsch ausdrücklich für die hervorragende Leistung, in kürzester Zeit ViaToll als Mautsystem in Polen aufgebaut zu haben, doch offenbar sind die  von Kapsch prognostizierten Gebühreneinnahmen  nicht erreicht worden.

Kapsch hatte seit November 2011 in Windeseile das Mautsytem eingerichtet und  2015 bereits auf über 2.200 Straßenkilometern rund 1.2 Millionen ViaToll-Boxen zur Gebühreneintreibung installiert. Nach nur 18 Monaten waren der GDDKiA 431 Millionen Euro an Mauteinnahmen zugeflossen. Die anteilige Abgabe an Kapsch glich bereits den eigenen Investitionsaufwand aus. Der Bau von rund  1.500  Straßenkilomtern ist von der GDDKiA vergeben worden  mit der Zielvorgabe, das mautpflichtige Straßennetz  bis 2020 auf 7.200 Kilometer zu erweitern. Die Erwartung von Kapsch, daran zukünftig in Polen mautreich zu verdienen, steht nun in Frage. 

The Warsaw Voice/Foto: ViaToll/ds/19.04.2017
 
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