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In Polen ist erstmals seit 1990 ein Bürgermeister abgewählt worden. Für die Abwahl stimmten vergangenen Sonntag 10.500 bzw. ein Drittel der wahlberechtigten Einwohner. Sie haben genug von ihrem Bürgermeister Zenon Rzezniczak (Foto), gegen den wegen Korruption, bezahlter Gönnerschaft, Befugnisüberschreitung und Wahlrechtsverletzung ermittelt wird. Im September war er gegen 150.000 Zloty Kaution aus der Untersuchungshaft freigekommen. Kurz vor der Abstimmung hatten seine Fürsprecher Plakate mit dem Foto seiner Tochter Marysia aufgehängt, die die Bürger dazu aufrief, nicht zum Referendum zu erscheinen. Doch die erst dreijährige Tochter konnte mit ihrem Anliegen nicht überzeugen. Auch in Olsztyn (Alleinstein) regt sich Bürgerprotest.
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In Polen und anderen osteuropäischen Ländern geben die Kunden einen höheren Anteil vom Gehalt für Kosmetik aus als in Deutschland. 74 Prozent der Frauen in Osteuropa denken, dass es wichtig ist, attraktiv für das andere Geschlecht zu sein. Zum Vergleich: In den USA sagen dies nur 53 Prozent der weiblichen Bevölkerung. Und 42 Prozent der osteuropäischen Frauen gehen nie ohne Lippenstift aus dem Haus. Zudem entdecken Osteuropas Männer gerade Alternativen zum alkoholhaltigen Rasierwasser und wählen weniger schmerzhafte Hautpflegeprodukte. Birger Nicolai fasst Ergebnisse aus einer Marktanalyse der Beiersdorf AG zusammen: |
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Laut dem so genannten "Schornstein-Gesetz" dürfen staatliche Manager maximal 17.300 Zloty bzw. 4888 Euro brutto verdienen. Das gilt auch für Direktoren von Krankenhäusern, die von Selbstverwaltungen in GmbHs umgewandelt wurden. Solange Krankenhäuser noch staatlich sind, dürfen ihre Chefs maximal 12.000 Zloty verdienen. Diese zwei Beträge sind der vier- bis sechsfache Durchschnittslohn von 2897 Zloty bzw. 818 Euro.
gazetaprawna.pl/Polen am Morgen/ds/11.10.2008 |
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Die am gestrigen Freitagmittag von der FIFA herausgegebene Pressemeldung bestätigt, dass die polnische Delegation als Gesprächspartner anwesend war – aber wohl nur am zugewiesenen Katzentisch. Der Konflikt mit der FIFA drehte sich vor allem um die Person des polnischen Fußball-Präsidenten Michal Listkiewicz, den der polnische Sportminister kurzfristig geschasst hatte wegen der Annahme, die Korruption im polnischen Fußballgeschäft nicht ausmerzen zu können oder nicht zu wollen, weil er selber darin verstrickt sei. Listkiewicz bestreitet die Vermutungen vehement, nicht aber, dass er den allmächtigen FIFA – Boß Joseph Blatter (Foto) mit einer attraktiven Polin bekannt gemacht hat, die jetzt den Nachnamen Blatter trägt. Ein britischer Verbandsfunktionär verschwand in der Versenkung, nachdem er öffentlich erklärt hatte, warum er sich einem Handschlag mit Blatter verweigert habe: „Da kann man danach nicht sicher sein, noch alle Finger an der Hand zu haben“. In der FIFA-Meldung wird dezidiert der Beobachter der polnischen Delegation angeführt: Michal Listkiewicz. |
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In einem Exklusiv-Bericht bezieht sich die deutsche Ausgabe der Financial Times auf ein ihr in Kopie vorliegendes Schreiben von Premier Donald Tusk an den EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, in dem von Polen Subventionen gefordert werden, um zukünftig unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu sein. Nach dem Georgienkrieg fordert Warschau von den EU-Partnern zusätzliche Beistandsgarantien. Der gegenwärtige EU-Ratspräsident Sarkozy zeigt sich dem polnischen Anliegen gegenüber offenbar aufgeschlossener als Berlin lieb ist. FTD-Korrespondent Wolfgang Proissl berichtet aus Brüssel: |
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Die Regierung hat zum Monatsbeginn beschlossen, dass LKWs von der Autobahn - Maut bis Mitte 2011 befreit bleiben. Dann soll ein elektronisches Zahlsystem für LKWs eingeführt werden. Seit drei Jahren müssen LKWs vor dem Befahren einer polnischen Autobahn eine Vignette erwerben. Sie kostet z. B. für Fahrzeuge zwischen 3,5 und 12 t Gewicht jährlich 450 Zloty (wenn das Fahrzeug die Euro 2 oder eine höhere Norm erfüllt). Ab 12 t Gewicht werden je nach Abgasklasse 2100 bis 2500 Zloty im Jahr fällig, bei Bussen 700 bis 800 Zloty (1 € = 3.43 Zloty). |
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Der Europäische Gerichtshof erteilt der Klage der Preußischen Treuhand gegen Polen eine Absage. Die umstrittene Vertriebenenorganisation hatte im Namen deutscher Vertriebener Wiedergutmachung von Polen für Enteignungen in 1945 verlangt. Wie ein Sprecher des Straßburger Gerichts am Donnerstag mitteilte, wurden die Schadensersatzansprüche deutscher Vertriebener für unzulässig erklärt. Das Gleiche gelte auch für den Vorwurf einiger Kläger, Polen habe mit den Vertreibungen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gegen das Grundrecht auf Schutz des Lebens und gegen das Folterverbot verstoßen. Damit wird der Fall von dem Gericht nicht weiter geprüft. |
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