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Als am 14. Juli 2009 Jerzy Buzek zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt wurde, erhielt er mit 555
von 644 gültigen Stimmen mehr Zuspruch als alle seine Vorgänger. In seiner Programmrede legte er die Schwerpunkte
seines Mandats dar: Die Staatengemeinschaft mit neuem Schwung bewegen, die
Demokratie stärken, die Menschenrechte verteidigen, die Rolle der EU in einer
multipolaren Welt stärker positionieren. Die Erwartung seiner Landsleute war
moderat: 48 Prozent erwarteten von Buzek, daß er vor allem die für Polen
wichtigen Themen angeht, 47 Prozent, daß er vor allem die EU-Gemeinschaft
voranbringt. Die Polen-Analysen 101 mit einem Rückblick:
http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen101.pdf
ds/18.01.2012
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In der britischen, französischen und italienischen Presse reibt man sich
die Augen über die Aufgeregtheit in den deutschen Medien zur Causa Wulff. Dass
der Bundespräsident zuvor als
Minister Niedersachsens im Landtag gelogen hat, dass er Amt und Privatleben in
einen Zockertopf wirft, dass er Transparenz predigt und sie der rhetorischen Wahrheit seiner Anwälte
überläßt – all das gehört im
Vereinigten Königreich, in Frankreich und in Italien längst zur Tagespolitik; nur wenn es auch noch um
Sex geht, schlagen die Pressewellen hoch. Doch es gibt eine deutsche
Empfindlichkeit, die aus den Lehren der Nazi-Zeit gezogen ist: Pressfreiheit. Auch
sie hat Wulff als amtierender Bundespräsident mit den Füßen getreten.
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Der US-Autobauer General Motors wird nach
Informationen der Tageszeitung Rzeczpospolita das Modell Chevrolet-Cruze in
seinem polnischen Werk in Gliwice fertigen. Grundsätzlich aber tut die
polnische Regierung zu wenig für Investoren, findet das konservative
Blatt. Es kommentiert:
"Auf eine populistische Art hat sie eine
Verbrauchssteuer für Autos mit Motoren über zwei Liter Hubraum ins Leben
gerufen, obwohl solche Motoren in Polen hergestellt werden. Sie hat deutlich
öfter Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt, als Straßen repariert. ...
Deshalb muss man den Mitarbeitern der polnischen Motor-Fabriken dafür danken,
dass sie sich einen Namen als die besten und effizientesten Arbeitnehmer in
Europa gemacht haben. Und dass die Qualität der Autos, die aus unseren Fabriken
kommen, sehr hoch ist. ... Polen hat bereits einige Investitionen in die Autobranche verloren, darunter eine Fabrik von Toyota. Es haben diejenigen
Länder gewonnen, deren Politik gegenüber den Investoren dieser Branche
freundlicher war."
eurotopics/ds/17.01.2012
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Laut einer Untersuchung des European Food Information Counsil (EUFIC) in den 13 größten EU-Ländern, läßt sich die Stereotype nicht weiter aufrechterhalten, derzufolge die Polen vor allem Fleisch essen. Tatsächlich gönnen sie sich mehr Obst und Gemüse als alle anderen Europäer: 577 Gramm täglich. Neben Polen erreichen nur noch drei europäische Länder den von der Weltgesundbeitsbehörde WHO empfohlenen täglichen Mindestverzehr von 400 Gramm an Obst und Gemüse: Italien (452), Deutschland (442) und Österreich (413). EUFIC/tenews.pl/ds/16.01.2012
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Noch vor ein paar Jahren galt das streng katholische Polen als eines der schwulenfeindlichsten Länder der EU. Die letzte Oktoberwahl deutete bereits einen gesellschaftlichen Wandel an, der nun offenbar auch in der Gesetzgebung vollzogen wird. Möglichst schon Ende Januar soll ein Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft eingebracht werden, kündigte Artur Dunin, Abgeordneter der Regierungspartei, in der Freitagausgabe der „Reczypospolita“ an: „Das Angebot soll sich an unverheiratete heterosexuelle Paare wenden, aber auch homosexuellen Paaren soll es offen stehen“, sagte Dunin. Dem Plan zufolge sollen jedoch verpartnerten Paaren nicht alle Rechte von Eheleuten gewährt werden. |
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Fassen wir uns kurz. Die Welt ist übervölkert von Wörtern. Stanislaw Jerzy Lec (1909-1966), polnischer Satiriker. 
Stanislaw Jerzy Lec war lange als Presseattache in Wien tätig. Viele seiner Aphorismen und Spitzfindigkeiten notierte er sich auf Servietten in Wiens Kaffeehäusern. Einmal ertappte ihn dabei ein Wiener Journalist, der ihn fragte, ob er auch größere Sachen schreibe? „Nein, nur große“, antwortete Lec.
15.01.2012
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Die Zahl der Einwohner in Deutschland ist nach acht Jahren Rückgang erstmals wieder leicht gestiegen. als 81,80 Millionen Menschen lebten 2011 in Deutschland - gut 50 000 mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor, die am Freitag in Wiesbaden veröffentlicht wurde. Hauptursache für das leichte Plus sind mehr Zuwanderer aus den neuen EU-Ländern, für die seit dem 1. Mai 2011 freier Zugang zum Arbeitsmarkt besteht. Die meisten kommen aus Polen, und davon profitieren vor allem die Metropolen Berlin und Hamburg. |
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