Polens erster FIFA-Berufsschiedsrichter ist wegen Korruptionsverdachts festgenommen worden. Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, nahmen die Beamten der Zentralstelle zur Bekämpfung der Korruption auch seinen Assistenten fest. Beide sollen umgehend der Staatsanwaltschaft in Wroclaw/Breslau überstellt werden. Pikant: Der 35 Jahre alte Schiedsrichter soll auf der Kandidaten-Liste für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gestanden haben. Laut FIFA beziehen Berufsschiedsrichter ein Monatsgehalt zwischen 3.000 bis 4.000 Euro. Den Verhafteten reichte das offenbar nicht. Die Breslauer Staatsanwaltschaft fungiert als zentrale Ermittlungsstelle für Korruptionsfälle im polnischen Fußballbetrieb. Seit 2005 wurden Verfahren gegen rund 170 Personen eingeleitet.
dpa/Tagesspiegel/ds/12.07.2010 |
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Prinzessin Mathilde (37), Frau des belgischen Thronfolgers Prinz Philippe, ist mit dem neuen polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski verwandt, bestätigte eine Sprecherin des belgischen Königspalastes der Nachrichtenagentur dpa. Komorowski sei ein entfernter Cousin. Die Mutter der belgischen Aristokratin ist die aus Polen stammende Gräfin Anne Komorowski, einem Adelsgeschlecht, dessen Stammbaum bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und mit vielen Königs- und Fürstenhäusern Europas verbunden ist. Ob Mathilde und Komorowski Kontakt haben, verriet die Palastsprecherin Sprecherin allerdings nicht. „Das ist ihre Privatsache“, sagte sie. |
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Das vierte Baltic Media Forum in Lübeck hat am Freitag und Sonnabend unter dem Motto "Wandel - Wende - Wirklichkeit" gestanden. Im Zentrum des Interesses: das Verhältnis zwischen Polen und Deutschland. Bei der internationalen Medienkonferenz diskutierten hochkarätige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft über Polen und die Ostsee-Region. Bei der Gesprächsrunde am Sonnabendvormittag herrschte Einigkeit: Die Beziehungen beider Nationen seien seit dem Fall des Eisernen Vorhangs "normaler" und "selbstverständlicher" geworden. Diskussionsteilnehmer waren der Botschafter der Republik Polen, Marek Prawda, sowie seine ehemaligen deutschen Amtskollegen, Johannes Bauch und Jürgen van Zwoll. Van Zwoll war der letzte Botschafter der DDR in Polen. |
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Die Kunst fordert vom Künstler kein Talent, sondern Werke. Stanislaw Jerzy Lec 
Stanislaw Jerzy Lec war lange als Presseattache in Wien tätig. Viele seiner Aphorismen und Spitzfindigkeiten notierte er sich auf Servietten in Wiens Kaffeehäusern. Einmal ertappte ihn dabei ein Wiener Journalist, der ihn fragte, ob er auch größere Sachen schreibe? „Nein, nur große“, antwortete Lec. 11.07.2010
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Sechs Tage nach der Präsidentenwahl in Deutschland hat auch Polen einen neuen Staatspräsidenten bekommen. Es gab jedoch keinen zehrenden Wahlkrimi wie in Berlin, denn die Polen haben etwas, was sich wohl auch viele Deutsche wünschen: Eine Direktwahl des Staatsoberhauptes. Ergebnis des Urnengangs: Der liberalkonservative Bronislaw Komorowski setzte sich gegen Jaroslaw Kaczynski durch, den Bruder von Lech Kaczynski, der bei einem Flugzeugabsturz im April tragisch ums Leben kam. Was seine Wahl für Polens Politik bedeutet, erklärt der katholische Journalist Wojciech Piecak im Gespräch mit dem Kölner Domradio:
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Bericht in der Südddeutschen vom 9.Juli
Nach der Fußball-WM in Südafrika richten sich alle Augen auf das nächste Turnier: Die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine 2012. Vor allem die Ukraine wurde mehrfach von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gerügt: Zu langsam gehe der Bau von Stadien und Infrastruktur voran. Den Sommer hat das Land daher genutzt, um im Zeitplan aufzuholen - im Frühjahr lagen die Vorbereitungen noch fünf Monate hinter den Planungen. |
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Polens Beziehungen zu Russland haben sich in jüngster Vergangenheit spürbar verbessert. Das traditionell belastete Verhältnis zwischen beiden Ländern scheint sich im Geist einer neuen Kooperationsbereitschaft zu entwickeln. Die Tragödie von Smolensk hat den polnisch-russischen Beziehungen nochmals einen posi-tiven Schub verliehen: Die Empathie der russischen Öffentlichkeit und wichtige Gesten seitens der russi¬schen Führung haben Polen zumindest kurzfristig ein neues, menschlich-emotionales Gesicht Russlands gezeigt. Trotz eines neuen Pragmatismus im Umgang miteinander und einer ungewohnten Offenheit gerade bei historisch fundierten Streitfragen ist es aber noch zu früh, von einem Wendepunkt in den polnisch-russischen Beziehungen zu sprechen: Querelen über sicherheitspolitische Themen oder energiepolitische Konflikte können über kurz oder lang zurückkehren. |
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