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In einer am gestrigen Nachmittag geschalteten Telefonkonferenz wollten die 27 EU-Finanzminister darüber beraten, wie dem IWF schnellstmöglich bis zu 200 Milliarden Euro zur Stützung der 17 Euro-Staaten zufließen können. Auf ein Kreditvolumen von 150 Milliarden Euro hatten sich die Euro-Staaten bereits am 9. Dezember verständigt. Dabei blieb es auch nach der Telefonkonferenz. Dennoch wird der IWF-Topf nun wohl mit wenigstens 170 Milliarden gefüllt werden - dank solidarischer Unterstützung von nicht der Euro-Zone angehörigen EU-Staaten: Polen hat 6,3 Milliarden, Dänemark 6,9 Milliarden Euro in Aussicht gestellt – vorbehaltlich der parlamentarischen Zustimmung. Tschechien und Schweden haben in Zahlen nicht genannte Finanzhilfen zugesagt.
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Dieses Jahr war laut dem polnischen Straßenbauamt (GDDKiA) Verlaß auf den Wettergott. Sprecherin Magdalena Jaworska teilte mit, daß für über knapp 20 Milliarden Zloty (4.6 Mrd. Euro) neue Autobahn- und Schnellstraßen-Kilometer gebaut worden sind. Für 2012 sind – so das Wetter erneut mitspielt – 29,3 Milliarden Zloty (6.8 Mrd. Euro) geplant. Dann wären rund 1.500 Kilometer Autobahnen und 2.000 Kilometer Schnellstraßen fertiggestellt. Zum Vergleich: Das deutsche Autobahnnetz mißt 12.819 Kilometer und 230.782 Kilometer an Schnell- und Zubringerstraßen.
WarsawVoice/ds/20.12.2011 |
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Der italienische Autohersteller Fiat hat in der vergangenen Woche zugegeben, die eigentlich rentable Produktion des Kleinwagens Panda von Polen nach Italien verlagert zu haben, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza ärgert diese unsolidarische und unökonomische Haltung. Sie kommentiert: "Die Entscheidung des Konzerns war für die Fabrik in Tychy und ihre Zulieferer ein herber Schlag. Die Produktion des Pandas hat seit 2003 ihre Existenz gesichert. ... Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass in der Autobranche in West-Europa in Zeiten der Krise nationale Interessen nicht nur wichtiger sind als die europäische Solidarität, sondern auch wichtiger als die betriebswirtschaftliche Rechnung. ... Und welche Idee hat die polnische Regierung, um diesen Rückschlag zu überwinden? Das weiß man nicht, weil in keinem Regierungsprogramm etwas zum Thema Autobranche steht."
eurotopics/ds/19.12.2011 |
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Deutschlands drittgrößte Versicherungsgruppe Talanx steigt im Schulterschluß mit dem japanischen Partner Meiji Yasuda Life Insurance Company in den polnischen Versicherungsmarkt ein. Als dritten Partner haben beide die polnische Finanzgruppe Getin Holding Group mit ins Boot genommen. Die Holding operiert mit der TU Europe als Versicherer in Polen, die mit acht acht Prozent Marktanteil als Nummer Drei im Land gilt. Die Policen werden vorwiegend am Bankschalter verkauft – und das soll die Getings Euro Group zukünftig auch für Talanx tun. Für 911,9 Millionen Zloty ( 200 Millionen Euro ) hat Talanx 50 Prozent plus eine Aktie der Getin-Anteile gekauft, teilte der Versicherer mit. Getin bleibt mit 16,5 Prozent am gemeinsamen Projekt beteiligt, die restlichen Anteile übernimmt der japanische Lebensversicherer.
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Anfang des Jahres hatte das Schatzamt erklärt, von etwa 180 Staatsbetrieben 90 bis 100 bis zum Jahresende 2011 zu privatisieren. Doch schon bald wurde aus taktischen Erwägungen heraus die Bremse gezogen. Die globale Finanzkrise dämpfte zu hohe Erlöserwartungen, Bieterverfahren wurden ausgesetzt. Vor der Regierungswahl am 9. Oktober sollte der Opposition nicht die Vorlage geboten werden für den Vorwurf, Staatseigentum unter Wert zu verscherbeln. Zudem wurden sieben Privatisierungen von der Monopolaufsicht UOKiK auf Eis gelegt, darunter das Übernahmegebot des PGE-Energiekonzerns für Energa. |
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