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Glorifizierung eines mittelmäßigen Staatsmanns
Von Ludger Kazmierczak (Foto), ARD-Hörfunkstudio Warschau Wie immer, wenn das Land vom Schicksal geprüft wird, rücken die Polen zusammen. So paradox es klingen mag: Je größer die Tragödie, desto enger ist der Zusammenhalt. In Trauer vereint gedenken die Menschen der Toten. Das ist in der Stunde des Schmerzes, wenn die Emotionen stärker sind als die Vernunft, durchaus nachvollziehbar.
Aber die Entscheidung, das Präsidentenpaar auf dem Wawel in Krakau beizusetzen, ist geradezu absurd. Und zurecht regt sich in Teilen der Bevölkerung heftiger Widerstand gegen diesen irrationalen Schritt. Er macht aus einem allenfalls mittelmäßigen Staatsmann einen National-Helden. Ehre, wem Ehre gebührt, aber eben deshalb gehört der Leichnam des national-konservativen Politikers nicht in die Krakauer Schloss-Kathedrale.
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US-Präsident Barack Obama wird an der Beisetzung des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski teilnehmen, meldet die polnische Nachrichtenagentur PAP. Das Weiße Haus habe mitgeteilt, Obama werde bereits am Samstag nach Krakau reisen, wo Kaczynski und seine Frau Maria am Sonntag in der Wawel-Burg in Krakau beigesetzt werden. Auch Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben ihre Teilnahme an der Beisetzung zugesagt. |
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Polen macht vom 1. bis 9. Mai in Dresden Theater. Beim vierten Festival für zeitgenössisches freies Theater, stellt sich diesmal die „professionelle freie Szene aus Polen vor“ mit der bisher größten und teuersten Performance, lobte Theaterchef Andreas Nattermann. In den Vorjahren waren Frankreich, Moldawien und die Schweiz zu Gast. Natterman weiter: „Die polnische Theaterszene ist während der letzten zehn Jahre in ihrem Selbstbewusstsein enorm gewachsen und gehört zu den muntersten in Europa“. Geboten werden an zehn Tagen insgesamt 19 verschiedene Veranstaltungen. Neben verschiedenen Theater- und Tanzproduktionen, szenischen Lesungen erwarten das Publikum auch je zwei Konzert- und Filmabende. |
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Am Donnerstag gab das Erzbistum Warschau bekannt, dass tags zuvor der Leichnam des Solidarnosc-Priesters Jerzy Popieluszko exhumiert worden ist für die Entnahme von Knochenpartikeln, danach seien die sterblichen Überreste umgebettet worden in einem neuen Sarg in der Warschauer Stanislaw-Kostka-Kirche. Das Bistum plant am Tag der Seligsprechung, dem 6. Juni, eine Reliquie mit einer Prozession zur im Bau befindlichen Nationalkirche „Tempel der Göttlichen Vorsehung“ in Warschau zu tragen. Das Grab des künftigen Seligen haben nach Kirchenangaben bereits mehr als 18 Millionen Menschen besucht. |
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