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Geschichte & Kultur
NRW finanziert polnisches Kulturzentrum in Bochum Drucken E-Mail
Bereits im 19. Jahrhundert emigrierten Polen ins Ruhrgebiet, malochten im Steinkohlebergbau, den Stahlschmieden – und integrierten sich. Die Fußball-Vereine aus dem Ruhrpott sind traditionell gespickt mit Namen  polnischer Herkunft. Unter dem kulturellen Dach der „Polonia“ pflegten die polnischen Migranten  heimatliche Verbundenheit. In Bochum wird sie jetzt historisch manifestiert.
Ein Dokumentationszentrum der Kultur und Geschichte entsteht im „Polnischen Haus“. Rund zwei Millionen Euro wird es kosten und aus dem NRW-Landesetat finanziert. Die historische Geschichtsschreibung hat sich der Vorsitzende der Polonia, Rodlo Marek Wojcicki, ausbedungen. "Es wird unser Zentrum sein, und wir wollen darüber entscheiden, was dort gezeigt wird und über welche Zeitperioden unserer Geschichte wir sprechen wollen", erklärte er.
Rund 20 Millionen Polen  leben gefühlt weltweit in der „Polnischen Diaspora”, darunter über zwei Millionen in Deutschland.

Polskie Radio/themews.pl/ds/02.09.2011
 
Goethe-Medaille für drei bedeutende Europäer Drucken E-Mail

Adam Michnik, John le Carre und Ariane Mnouchkine sind gestern im Residenzschloss Weimar mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet worden - sie gilt seit 1975 als offizieller Orden der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Laudatio würdigte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, die drei  als herausragende Persönlichkeiten der europäischen Öffentlichkeit. Sie hätten zu einem zusammenwachsenden, friedlichen und kreativen Europa beigetragen. Begründungen des Goethe-Instututs:

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Berlin wirbt mit polnischer Gemälde-Leihgabe Drucken E-Mail

Heute eröffnet das Berliner Bode-Museum auf der Museumsinsel nach jahrelanger Vorbereitung die Ausstellung „Gesichter der Renaissance“. Sie ist die größte Ausstellung dieses Genres weltweit. Über 150 Hauptwerke italienischer Portraitkunst von mehr als 40 Meistern der Frührenaissance sind ausgestellt. Weltweit rund 50 Museen, darunter die Uffizien in Florenz, der Pariser Louvre und die Londoner National Gallery, sind  mit kostbaren Leihgaben beteiligt. Auch das Krakauer Czartoryski-Museum. Es liefert das Highlight und Plakatmotiv der Ausstellung: Leonardo da Vincis Gemälde „Dame mit Hermelin“ (Bild). Einzig das Portrait der  „Mona Lisa“ ist berühmter.

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Polnische Künstlerin geweiht mit Documenta-Auszeichnuung Drucken E-Mail

Die polnische Künstlerin Goshka Macuga  ist vom Kasseler Kuratorium der Arnold-Bode-Stiftung mit dem Arnold-Bode-Preis gewürdigt worden. Arnold Bode war der Initiator der „documenta“, eine der weltweit bedeutendsten Kunstausstellungen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben. In der Laudatio heißt es, dass die Arbeiten der Künstlerin  „nicht nur wissenschaftlich gut recherchiert, sondern auch visuell kongenial umgesetzt“ sind.
Und weiter: „In zahlreichen internationalen Ausstellungen in renommierten Ausstellungshäusern stellt sie die Wechselwirkungen zwischen Kunstwerk, Raum, Zeit und Gesellschaft dar. Dabei bedient sie sich ganz unterschiedlicher künstlerischer Medien wie Skulpturen, Installationen, Ausstellungsdesign oder Photografie und verbindet sie mit verschiedenen Disziplinen wie dem Kunstherstellen, Kuratieren, der Kunstgeschichte, Ethnologie, Psychologie oder Esoterik“. Die Auszeichnung wird am 25.Oktober in Kassel vergeben.

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Berlin spannt keinen Rettungsschirm auf für Sobibor Drucken E-Mail

Im Nazi-Vernichtungslager Sobibor wurden nach Schätzungen bis zu 250.000 Juden in Gaskammern ermordet. Das Lager blieb als Gedenkstätte erhalten, für die Kosten kam bisher der zuständige Landkreis (Lublin) auf – zuletzt mit rund 250.000 Euro jährlich. Nachdem Berlin der Stiftung Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro bis 2015 zugesagt hat, meldete auch Sobibor  Unterstützungsbedarf an.
Doch Außenminister Westerwelle winkt kategorisch ab. Dabei war er es, der seinen ersten  ausländischen Antrittsbesuch Warschau vorbehielt. Mit Absicht, wie er sagte, denn die  deutsch-polnischen Beziehungen seien ihm ein besonderes Anliegen. Washington, London und Paris hatten keinen Termin frei für Publicity, höhnten Westerwelle nicht gewogene Kommentaren. Da scheint was dran zu sein.

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