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EU & Polen
Polen verkauft CO2-Emissionsrechte an Irland und Spanien Drucken E-Mail

Weil in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern die Schwerindustrie seit 1990 einen dramtischen Niedergang erlebte, können sie nun Emissionsrechte für Treibhausgase  an Klimasünder - Länder verkaufen. Polen beabsichtigt als erster Staat der Welt davon Gebrauch zu machen, teilte  Umweltminister Maciej Nowicki am Montag bei seinem Aufenthalt in Tokio mit und nannte Spanien und Irland als  erste Abnehmer von CO2-Emissionsrechten für 40 Millionen Euro. Für die EU-Kommission ist das ein „Schlag ins Gesicht“, kommentiert die FAZ im nachfolgenden Bericht, doch es kommt noch schlimmer: Insgesamt kann Polen nach den Worten des Ministers für den Zeitraum 2008 bis 2012 Emissionsrechte für 500 Millionen Tonnen Kohlendioxid verkaufen.

Hendrik Kafsack berichtet aus Brüssel für FAZ. NET

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430 Millionen Zloty für halbjährigen EU – Ratsvorsitz Drucken E-Mail
Im Jahr 2011 übernehmen Ungarn (1. Halbjahr) und Polen die EU – Ratspräsidentschaft. Für beide Länder ist es der erste große politische Auftritt seit der Aufnahme in die EU-Gemeinschaft. Als größtes mittelosteuropäisches Mitglied will sich Polen  mit einer perfekt organisierten Show präsentieren – und damit zugleich eine Generalprobe abliefern für  das noch größere Ereignis im Jahr darauf: die Fußball-Europameisterschaft 2012 in Kooperation mit der Ukraine.
Entsprechend  wird für die EU-Ratspräsidentschaft schon mal geklotzt mit einem 430 Millionen Zloty (102 Mio. Euro) schweren Etat, gab EU-Minister Mikolaj Dowgielewicz bekannt. Über 100 Veranstaltungen stehen in der Planung, konzentriert auf die Städte Warsaw, Gdansk, Sopot, Krakow, Katowice, Bydgosz and Torun. Landesweit sollen 40 Informations-Center eingerichtet werden mit fremdsprachlich geschultem Personal. Sponsoring aus der Wirtschaft soll einen Teil der Kosten schultern.

Polish Market/thenews.pl/Foto:bmvbs/ds/24.10.2009
 
Klimastreit: Greenpeace attackiert Polen Drucken E-Mail

Auf einem zweitägigen EU-Ministertreffen in Luxemburg konnte am vergangenen Dienstag und Mittwoch keine Einigung in wichtigen Klimastreitfragen erzielt werden. Dazu zählt neben der Finanzierung von Klimamaßnahmen in den Entwicklungsländern die Frage, wie mit unverbrauchten, milliardenschweren Verschmutzungsrechten umgegangen wird.
Der polnische Staatssekretär für europäische Integration, Mikolaj Dowgielewicz, hat an Deutschland appelliert, im Konflikt um Lastenteilung beim Klimaschutz die ärmeren EU-Länder zu unterstützen. Deutschland könnte bei der Kompromisssuche vor dem EU - Gipfel eine «sehr positive» Rolle spielen, sagte Dowgielewicz am Donnerstag in Warschau. Berlin verstehe besser als anderen Westeuropäer die östlichen Nachbarn wie Polen und Tschechien. Die deutsche Regierung sollte nicht für solche Staaten die Partei ergreifen, die «weniger zahlen und mehr Lasten auf Ärmere abwälzen wollen». Sein Land plädiere für einen «fairen Kompromiss», betonte Dowgielewicz. Es wäre aber «absurd», wenn Polen mehr als die Niederlande zahlen sollte. Als «Bremser» bezeichnete Polens Regierungsvertreter «einige reiche Länder aus Nordeuropa», die das Wohlstandskriterium bei der Lastenverteilung nicht anerkennen wollten.

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Finanzkrise verschiebt Euro - Einführung Drucken E-Mail

Die Einführung des Euro in Polen wird nach Einschätzung einer Notenbankerin des Landes noch mehrere Jahre dauern. "Polen wird den Euro wahrscheinlich nicht vor 2014 oder 2015 haben", sagte Halina Wasilewska-Trenkner, Mitglied im geldpolitischen Rat der polnischen Notenbank, der Tageszeitung "Dziennik Gazeta Prawna". Das Finanzministerium in Warschau enthielt sich einer Stellungnahme.
Polen wollte eigentlich im Jahr 2012 in den Euroraum eintreten, allerdings wurde dieses Ziel infolge der Finanzkrise fallen gelassen. Ein neues Beitrittsdatum hat das Finanzministerium bislang nicht festgelegt und zur Begründung auf die Unsicherheiten infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise verwiesen.

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EU-Reformvertrag unterzeichnet Drucken E-Mail

Präsident Lech Kaczynski  hat mit der heutigen Unterzeichnung des Dokuments  den Lissabon-Vertrag für Polen abgeschlossen. Der Zeremonie in Warschau wohnte auch Kommissionspräsident José Manuel Barroso bei. Nun fehlt nur noch die Unterschrift seines tschechischen Amtskollegen Vaclaw Klaus, damit das Reformwerk am 1. Januar in Kraft treten kann. Kaczynski hatte mehrfach erklärt, er warte mit seiner Unterschrift bis zum Ausgang des zweiten irischen Referendums zum Lissabon-Vertrag ab. Die Iren haben der Institutionenreform am vergangenen Wochenende in einem zweiten Referendum zugestimmt. Der Vertrag von Lissabon soll die auf 27 Mitglieder erweiterte EU handlungsfähiger machen.

AP/ds/10.10.2009

 
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