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Ahlers verlagert polnische Produktion nach Sri Lanka Drucken E-Mail

Der deutsche Herrenmode-Hersteller Ahlers AG (Pierre Cardin, Otto Kern) streicht nach einem Gewinneinbruch Hunderte Arbeitsplätze. Das Unternehmen kündigte in Deutschland bereits fast 100 der gut 750 Mitarbeiter und verlagert wegen des Kostendrucks Arbeitsplätze nach Sri Lanka, wie die Vorstandsvorsitzende Stella Ahlers bei der Bilanzvorlage am Dienstag in Düsseldorf sagte. Am härtesten  trifft es die zwei polnischen Standorte: Sie sollen bis Ende März geschlossen werden, rund 650 Mitarbeitern wird gekündigt.


Der plötzliche Absturz des Zloty wird für erhebliche Gewinneinbrüche  verantwortlich gemacht für das „schwache Ergebnis im vergangenen Jahr“ - eine etwas fadenscheinige Argumentation. Holterdipolter entscheidet keine AG, die Näh-Löhne in Sri Lanka dürften schon länger im Fokus globalisierenden Kostendumpings gestanden haben. Der Konzern bedauert in seinem Geschäftsbericht die gewerkschftliche Durchsetzung erhöhter Lohntarife.

Ahlers kündigte an, dass die Mitarbeiterzahl im laufenden Geschäftsjahr (bis 30. November) von gut 2.750 auf etwa 2.150 sinken soll, also vorwiegend in Polen. Die durch den Personalabbau erreichten Einsparungen beliefen sich auf "einen hohen einstelligen Millionenbetrag". Laut bereis im Januar veröffentlichten Zahlen hatte Ahlers im Geschäftsjahr 2007/2008 mit 268 Millionen Gesamtumsat einen dünnen Überschuss von nur 300.000 Euro verbucht - nach einem Gewinn von 9,7 Mio. Euro im Jahr davor.

APA/dpa/Reuters/Ahlers AG/ds/18.03.2009

 
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