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Frühestens 2030 hat Polen Lohnniveau der West-EU erreicht Drucken E-Mail

Das Wiener Institut für Internationale  Wirtschaftsvergleiche (WIIW) hat die Entwicklung der europäischen Lohndifferenzen analysiert. Aus dem Report geht hervor, dass in Ländern wie Polen, Tschechien, Ungarn, den baltischen Staaten und Rumänien die Durchschnittslöhne von 2008 auf 2009 teilweise signifikant – für Polen z.B. um 14,4 Prozent – gesunken sind. Einem deutschen Durchschnittslohn von 2570 Euro stehen nach Wechselkursen gerechnet Löhne in Polen und Ungarn von 710 Euro, in Tschechien von 890 Euro oder in Bulgarien von 300 Euro gegenüber. Angleichung zwischen dem reichen Westen und dem armen Osten findet nicht statt.

So erklärt sich auch, dass sich der Prognosezeitraum des WIIW für den immer wieder postulierten Aufholeffekt der peripheren Integration des Ostens kontinuierlich verlängert. Mittlerweile sind die Wiener Statistiker beim Jahr 2030 angelangt, in dem erstmals Slowenien und die Slowakei ein EU-durchschnittliches Bruttoinlandsprodukt, pro Kopf gerechnet, erreichen könnten. Aber noch nicht Polen.

WIIW/ds13.07.2010

 
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