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Die Hauptthemen auf dem
Wirtschaftsgipfel in Davos am Mittwoch waren der Kollaps mehrerer EU-Staaten und das mögliche Scheitern
des Euro. Bundeskanzlerin Merkel solle endlich in die Puschen kommen und den
Fahrplan aus der Krise vorlegen. Ihr zögerliches Lavieren habe die Krise nur verschlimmert, indem
sie den Schuldensündern “drakonische
Maßnahmen aufzwang”, kritisierte Spekulantenlegende George Soros, und auch
Weltbankpräsident Robert Zoellick
forderte mehr
Richtlinien-Kompetenz von Deutschland. Italiens neuer Premier Mario
Monto hingegen bettelte um eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms und
appellierte an das Mitgefühl der europäischen Nachbarn. Großbritanniens Premier
David Cameron klappte die Ohren zu. Der deutsch-französische Plan eines Fiskalpakts
für mehr Haushaltsdisziplin mit einer weiteren Aufstockung des Rettungsschirms sei
“Wahnsinn”, an dem sich sein Land mit keinem Cent beteiligen werde, stellte
Cameron klar. |
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Die Europäische Kommission hat gestern entschieden,
Polen vor den Europäischen Gerichtshof zu zitieren, weil das Land seiner
Verpflichtung nicht nachgekommen ist, die Biodiversität zu schützen und „alte“
Gemüsesorten zu erhalten. Die Biodiversität und die Erhaltung von Gemüsesorten,
die traditionell in bestimmten Regionen angebaut werden, sind von genetischer
Erosion bedroht. Die Richtlinie 2009/145/EG über Erhaltungssorten von
Gemüse schreibt die Einführung vereinfachter Vorschriften für das
Inverkehrbringen von Saatgut gegenüber denjenigen für Gemüsesorten vor, die in
der landwirtschaftlichen Intensivproduktion eingesetzt werden. Polen hat den
Rechtsakt nicht adäquat umgesetzt und ist somit seinen Verpflichtungen aus dem
EU-Recht nicht nachgekommen. |
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Seit knapp zwei Monaten gehört die einst
holprig-schottrige Fahrt von Berlin nach Poznan (Posen) der Vergangenheit an.
Mit der Fertigstellung der rund 100 Kilometer langen Trasse besteht praktisch Durchfahrt von
Berlin (A12) bis nach Poznan (A2).
Die Fahrzeit hat sich von einst fünf auf jetzt etwa drei Stunden verküzt.
Streckenplan: http://www.autostrada-a2.pl/pl/index
ds/27.01.2012
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“Polen
und Deutsche. Schwierige Annäherungen – gute Perspektiven.” lautet der Titel
einer von der Konrad Adennauer Stiftung veröffentlichten Analyse zum 20.
Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Prof. Dr. Hans Maier ( bayerischer
Staatsminister a.D.), Janusz Reiter ( polnischer Botschafter in Deutschland und
den USA a.D.), Professor Dr. Bernhard Vogel (thüringischer Ministerpräsident a.D.) und Prof. Dr. Karol Sauerland (Lehrbeauftragter an den
Universitäten von Thorn und Warschau) sehen gute Perspektiven für eine Vertiefung der nachbarschaftlichen
Beziehungen. Link zur Analyse:
http://www.kas.de/wf/doc/kas_29815-1522-1-30.pdf?120110145029
KAS/ds/26.01.2012
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Die polnische Regisseurin
Agnieszka Holland hat am Dienstag für ihren Film “IN DARKNESS” eine Nominierung für den Oscar erhalten. Das
linksliberale Nachrichtenportal Polityka Online ist voll des Lobes:
"Das ist erfreulich
und bestätigt, dass sich das polnische Kino immer weiter verbessert. Nach “Bittere Ernte” (1986) und ”Hitlerjunge
Salomon” (1992) ist dies schon die dritte Nominierung, die Holland für einen
Film über den Holocaust bekommt. Doch hat sie wohl erst jetzt ihren künstlerischen
Höhepunkt erreicht und den richtigen Ton getroffen, indem sie die tragische
Geschichte der Vernichtung der Juden auf eine breitere Grundlage als bisher
gestellt hat. Die Kriegsverbrechen haben unterschiedliche Menschen begangen,
die dabei von unterschiedlichen Motiven geleitet worden sind. Natürlich
verdient nicht nur die Regisseurin anerkennende Worte. Bei “IN DARKNESS” haben viele
hervorragende kreative Polen mitgewirkt. Zuallererst muss man Jola Dylewska
nennen - die Kamerafrau und Schöpferin der hervorragender Bilder".
eurotopics/25.01.2012
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Unter weltweit 45 Städten ist Lodz die einzige
polnische Stadt, die zu besuchen die Tourismus-Redaktion der New York Times ihren Lesern empfiehlt,
wenngleich erst auf Platz 43. Rom, Paris, Madrid, St. Petersburg? - das ist kein Tipp für die NYT-Leser,
da waren sie schon oder wollen nicht hin, weshalb das Blatt auf Abwegen
unterwegs ist. Lodz ist das polnische Hollywood, erfahren die Leser, dort wo
Polanski herkommt und Waida filmt und wo ebendort Filmemacher David Lynch
zurzeit auf der Suche nach einem Filmstudio ist. In der einstigen Textilstadt sind die stillgelegten
Fabriken in metamorphosischer Architektur in Lofts-, Galerien- und Einkaufstempel umgewandelt,
hypermodern chic, ganz so, wie sich die britischen Industriebrachen Birmingham und Glasgow geliftet haben. |
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