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Deutschland steigt aus, Polen steigt ein in die Atomkraftenergie. 2020 soll der erste von drei möglichen Reaktoren an Netz gehen. Drei Standorte dafür hat am Freitag Tomasz Zadroga, Chef des staatlich kontrollierten Energiekonzerns PGE, bekanntgegeben. Allesamt befinden sie sich m Ostsee-Bereich: Zarnowiec, Choczewo und Gaski. Die mögliche Standortentscheidung für Gaski hat überrascht, liegt Gaski doch nur rund 100 Kilometer von der Insel Usedom entfernt, deren größter Teil zu Deutschland gehört, und der in den letzten Jahren mit EU-Geldern für den Tourismus ausgebaut worden ist.
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Rund 100.000 polnische Firmen sind bereits in Deutschland angemeldet, teilt die polnische Botschaft in Berlin mit – dreimal mehr als türkische Firmen. Über 95 Prozent sind Ein-Mann-Betriebe. Bevorzugte Branchen: Renovierung und Bauhandwerk, Frisördienste sowie Gastronomie mit überraschend vielen Pizzerien und Restaurants mit spanischer und chinesischer Küche. Hinzu kommen seit kurzen vermehrt Firmengründungen im IT-Sektor, elektronischen Handel und im Kunstmarkt. Firmengründungen werden vom polnischen „The Microloan Institute“ unterstützt. Antragsteller können für die ersten zwei Jahre bis zu 5.000 Euro Startkapital beantragen zu einem Zinsatz von maximal 8,5 Prozent.
warsawvoice/ds/17.11.2011 |
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In Frankreich und Polen werden die größten Schiefergasvorkommen Europas vermutet. Doch Frankreich hat die Förderung verboten aus Sorge um unabsehbare Verseuchungen des Grundwassers. Für jede Bohrung werden rund 15 Millionen Liter Wasser benötigt – vermischt mit einem Chemikalien-Cocktail. Allein das hat französische Umweltaktivisten sofort auf die Barrikaden getrieben. Polen hingegen hat bereits über 100 Bohrkonzessionen vergeben, die meisten an US-amerikanische Ölkonzerne. Im August waren einer CBOS-Umfrage zufolge 73 Prozent der Polen für die Schiefergasförderung, vier Prozent dagegen. Die Stimmen der Gegner werden lauter. Im heute ausgestrahlten Beitrag berichtet das ZDF-Auslandsjournal über den „großen Gasrausch“ in Polen. Der Beitrag ist in der ZDF-Mediathek abrufbar sowie eine Print-Version mit diesem Link: http://auslandsjournal.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,8368450,00.html Im Archiv von Polentoday finden Sie mit der Sucheingabe „Schiefergas“ weitere Beiträge.
Zdf-auslandsjournal/ds/16.11.2011
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Laut den neuesten Zahlen der polnischen Nationabank flossen im Jahr 2010 insgeamt 6,7 Milliarden Euro an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) nach Polen, davon 5,7 Milliarden Euro aus dem EU-Raum. Die größten Investoren waren Luxemburg, Deutschland, Italien, Zypern und die Schweiz. Insgesamt aber flossen bisher die meisten Investitionen aus Deutschland und den Niederlanden, und es hat sich für die Investoren aus beiden Ländern auch 2010 am besten ausgezahlt: Die niederländischen Einnahmen lagen bei 2,2 Milliarden und die der Deutschen bei 1,71 Milliarden Euro. Insgesamt haben die ausländischen Investoren im abgelaufenen Kalenderjahr rund 11,3 Milliarden Euro in Polen verdient, die durchschnittliche Rendite lag bei 7,5 Prozent.
NBP/ds/14.11.2011 |
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Das Handelsgericht Wien hat als Schiedsgericht die polnische Telekom TP SA zu einer Entschädigungszahlung von 2,9 Milliarden dänischen Kronen (390 Mio. Euro) an DPTG, eine Tochtergesellschaft der dänischen GN Store Nord, verurteilt. Es wies die Berufung der TP SA zurück. Der Streit begann 2001 und bezieht sich auf die Nutzung eines Lichtfaserkabels, das den Norden und den Süden Polens verbindet und an dessen Installation DPTG beteiligt war. Laut Vertrag besteht ein Teil der Bezahlung an DPGT in einer Beteiligung am bis 2009 durch das Lichtfaserkabel erzielten Gewinn. Die beiden Parteien stritten jedoch über die Berechnung des Gewinns. Die nun zu zahlende Entschädigung betrifft die Jahre 1994 bis 2004.
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