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In der britischen, französischen und italienischen Presse reibt man sich
die Augen über die Aufgeregtheit in den deutschen Medien zur Causa Wulff. Dass
der Bundespräsident zuvor als
Minister Niedersachsens im Landtag gelogen hat, dass er Amt und Privatleben in
einen Zockertopf wirft, dass er Transparenz predigt und sie der rhetorischen Wahrheit seiner Anwälte
überläßt – all das gehört im
Vereinigten Königreich, in Frankreich und in Italien längst zur Tagespolitik; nur wenn es auch noch um
Sex geht, schlagen die Pressewellen hoch. Doch es gibt eine deutsche
Empfindlichkeit, die aus den Lehren der Nazi-Zeit gezogen ist: Pressfreiheit. Auch
sie hat Wulff als amtierender Bundespräsident mit den Füßen getreten.
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Medienvertreter aus Deutschland und Polen können sich noch zehn Tage lang in den 15. Wettbewerb um den begehrten Deutsch-Polnischen Journalistenpreis einbringen. In den Geschäftsstellen in Warschau und Potsdam sind bislang mehrere Dutzend Einsendungen aus beiden Ländern eingegangen. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2012. Gefragt sind journalistische Beiträge, die das Wissen von Deutschen und Polen übereinander erweitern und zu einem besseren Verständnis des Nachbarlandes in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur führen oder das Alltagsleben der Nachbarn vermitteln. In den Wettbewerbsbeiträgen können sämtliche Aspekte des deutsch-polnischen Verhältnisses thematisiert werden. Besonders gefragt sind Einsendungen mit einem Bezug zur aktuellen Entwicklung im Nachbarland. Aber auch Artikel und Sendungen, die sich mit der schwierigen gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte auseinandersetzen, haben eine gute Chance auf Prämierung. Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis gehört mit einem Preisgeld von 5.000 Euro je Kategorie zu den am besten dotierten Journalistenauszeichnungen sowohl in Deutschland als auch in Polen.
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Nikolaus Kopernikus, auf polnisch Mikolaj Kopernik und Nicolaus Copernicus auf lateinisch genannt, war Arzt, Jurist und Freizeitastronom. Als Letzterer hat er das kirchliche Weltbild von der Erde aus religiös bestimmten Zentrum göttlicher Fügung makulatiert. In seinem heliozentrischen Weltbild ist die Sonne das Zentralgestirn, um den die Erde und andere Planten kreisen. Damit stellte er das seit etwa 1400 Jahren akzeptierte, auch von der katholischen Kirche vertretene geozentrische Weltbild des Griechen Ptolemäus in Frage. Der deutsche Astronom Johannes Kepler bestätigte später mit seinen Berechnungen Kopernikus, doch erst im 20. Jahrhundert ließ sich auch der Vatikan offiziell von der Kopernikus-These erleuchten.
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In Polen lebende Menschen, die sich der schlesischen Kultur verbunden fühlen, dürfen sich jetzt in einem Verband zusammenschließen, der ihre Interessen als ethnische Minderheit fördert und ihr sogar den Anspruch erlaubt, sich für eine schlesische Nationalität einzusetzen. Dieses Recht räumte das Bezirksgericht in Opole (Oppeln) mit Urteil am 21. Dezember grundsätzlich ein. Damit kommt der Verband in den Genuß staatlicher Hilfe zur Pflege der schlesischen Kultur und ihrer Traditionen. Über das von der Post zugestellte Urteil konnten sich die (deutsch-) schlesischen Antragsteller allerdings erst nach Weihnachten freuen.
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Seit einigen Tagen erhält der katholische Marianer-Orden Tausende Spam-Mails von der Online-Guerilla Anonymous. Deren Botschaft lautet: „Gebt Pfarrer Boniecki eine Stimme“, berichtet die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza". Anonymous tritt weltweit für Redefreiheit ein – und damit tut sich der geistliche Vorstand des Ordens der „Marienbrüder“ schwer. Bruder Adam Boniecki weicht mit zunehmendem Alter, er ist 77, vom erzkonservativen Ordenskodex ab. Als einstiger Chefredakteur der katholisch-liberalen Wochenzeitschrift „Tygodnik Powszechny“ hatte er bereits mit Kommentaren genervt, die etwa in Empfehlungen mündeten, die Kirche täte gut daran, die polnische Gesellschaft nicht im strengen Glaubenskorsett zu halten, sondern sich zeitgemäß zu orientieren. Anfang November lief dem Ordensvorstand die Galle über, sie erteilte Boniecki einen Maulkorb. |
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