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Deutsche Nackedeis auf Usedom erzürnen polnisches Gemüt Drucken E-Mail

Strandurlaub auf Usedom ist eine heikle Sache. Viele Deutsche, besonders „Ossis“ , lieben es freizügig, polnische Besucher hingegen eher zugeknöpft. Zweisprachige Hinweisschilder sollen den FKK-Streit nun beenden. Am Strand von Swinemünde sollen Schilder auf Polnisch die Spaziergänger auf den beginnenden Abschnitt für textilfreies Sonnenbaden auf deutscher Seite aufmerksam machen. Am Ahlbecker Strand sollen Schilder die Deutschen daran erinnern, dass FKK auf polnischer Seite unerwünscht ist.
Wann genau die FKK-Tafeln an der ehemaligen deutsch-polnischen Grenze aufgestellt werden, ist aber noch unklar. „Zeitnah“, sagt der Ahlbecker Bürgermeister Klaus Kottwittenborg (parteilos). Die Texte werden gerade zwischen den Verwaltungen seiner Gemeinde und des polnischen Ostseebades Swinemünde (Swinoujscie) abgestimmt.

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Fußball - EM 2012 bringt Hotelbau in Fahrt Drucken E-Mail

In Polen gibt es viel zu wenig Hotels. Mit rund 170.000 Hotelbetten ist das Land trotz touristischer Ambitionen dramatisch  unterversorgt und statistisch mit 50 Hotelbetten auf 10.000 Bewohner  Schlusslicht in der EU. Zum Vergleich: Urlaubsprimus Italien verfügt über mehr als zwei Millionen Hotelbetten, Deutschland rüstete zur Fußball-WM 2006  auf rund 1.4 Mio. Betten auf.
2012  trägt Polen zusammen mit der Ukraine (oder Deutschland?) die Fußball-EM aus. Dann soll zumindest in den vier polnischen Austragungsstädten Breslau, Danzig, Posen und Warschau der  akute Bettenmangel behoben sein. Der mit der Bewerbung für die EM angekündigte Plan, bis 2012 landesweit  rund 900 Hotels aus dem Boden zu stampfen, ist längst geschreddert. Seither heißt es: 180 Hotels mit 32.000 Betten reichen vorerst aus für die Austragungsstädte. 1.3 Milliarden Euro sind dafür verplant.
Doch nun frohlocken die verantwortlichen EM-Organisatoren über eine Entwicklung, die an ihnen vorbeilief: Private Investoren haben zum Jahresende die Schlüsselübergabe von rund 100 neuen Hotels angekündigt. Hält der private Bauboom bis 2012 an, haben die erwarteten Besucher zumindest  in den EM – Austragungsstädten ein bequemes Kissen unterm Kopf. Das polnische Touristikamt rechnet  für 2012 mit etwa 20 Millionen Besuchern, fünf Millionen mehr als derzeit.

PAIIZ/ds/26.08.2008

 
57-jähriger Boleslaw Krawczyk radelt "Guinness" - Weltrekord Drucken E-Mail
864 Kilometer und 270 Meter - das ist der neue Guiness-Rekord im 24- Stunden- Fahrradmarathon. Aufgestellt hat ihn der Olsztyner Sportlehrer Boleslaw Krawczyk (Foto). Trotz Erschöpfung fand der 57- Jährige nach seiner Rekordleistung noch die Kraft, um  den versammelten Schaulustigen seinen Dank auszusprechen.
"Ich widme diesen Rekord meiner Mutter und einer Frau, die hier unter uns ist. Sie hat das vielleicht noch tiefer erlebt  als ich selbst und war die ganze Nacht hier, um mich zu unterstützen. Ela, das ist für dich."
Boleslaw Krawczyk ist der vielseitigste Amateursportler in Olsztyn. Er segelt, tanzt, fährt Schlittschuh und Kanu. In neun Tagen fährt er zu den Europameisterschaften der Drachenboote.

Polskie Radio/gazetaolsztynska/ds/25.08.2008
 
Lacher von Präsident Kaczynski beschäftigt Polen Drucken E-Mail

Die Unterzeichnung des Abkommens über das US-Raketenschild zwischen Polen und den USA am vergangenen Mittwoch sorgt weiter für Gesprächsstoff an der Weichsel. Dass Präsident Lech Kaczynski (Foto:AP) den polnischen Regierungschef Donald Tusk vor der US-Außenministerin Condoleezza Rice auslachte, finden viele Kommentatoren im Internet und aus der rechtsliberalen Regierungspartei "Bürgerplattform" (PO) ungehörig.
"Der Präsident hat sich kompromittiert", erklärte der Vize-Parlamentspräsident Stefan Niesolowski (PO). Das Staatsoberhaupt habe "seine Armseligkeit und seinen Mangel an Manieren" unter Beweis gestellt. Der Grund für die Aufregung: Kaczynski lachte, als Premier Donald den neben ihm stehenden Gast aus den USA auf Englisch willkommen hieß und mit etwas hölzerner Aussprache seine Freude über den hohen Besuch ausdrückte.

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Polnische Behörden verweigerten "Ehefähigkeitszeugnis" Drucken E-Mail

Eine Polin, deren geplante homosexuelle Ehe mit einer Deutschen von der polnischen Bürokratie behindert worden war, hat sich jetzt erfolgreich vor Gericht durchgesetzt. Wie die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" mitteilt, habe ein Verwaltungsgericht der Frau im Streit mit dem Standesamt recht gegeben.
Die Ärztin hatte bei der zuständigen Behörde eine in Deutschland erforderliche Bescheinigung, dass sie nicht verheiratet ist, beantragt. Die BeamtInnen stellten sich aber quer und verweigerten das Ehefähigkeitszeugnis. Als Begründung führten sie an, dass solche Bescheinigungen nur Personen erhalten könnten, die eine heterosexuelle Ehe schließen wollten. Auch ein Bezirksamt bestätigte diesen Standpunkt. In Polen sind homosexuelle Ehen nicht zugelassen.
Das Gericht befand dagegen, jede/r BürgerIn habe das Recht, ein Ehefähigkeitszeugnis ohne Begründung zu verlangen. Laut "Gazeta Wyborcza" haben immer mehr PolInnen solche Probleme. Das polnische Innenministerium hatte dabei die Frage bereits 2002 im Sinne der homosexuellen Antragsteller geregelt.

APA/Gazeta Wyborcza/diestandard.at/ds/25.08.2008

 
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