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Was hat Trump in zwei Jahren erreicht? Drucken E-Mail
Seit zwei Jahren sitzt Donald Trump als US-Präsident im Weißen Haus. Seitdem hat er viele seiner Wahlversprechen in die Tat umgesetzt. Ob ihn dies allerdings zu einem erfolgreichen Präsidenten macht, ist bei Kommentatoren umstritten.

DIE WELT: Kampfbereit, revolutionär, einzigartig
Dass Trump bei allem Chaos, das er anrichtet, gar nicht so unerfolgreich ist, gibt Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt der konservativen Zeitung zu bedenken:

„Sein rüder Volkswirtschaftspatriotismus wirkt. Aus Angst vor Sanktionen liefern amerikanische Unternehmen, aber auch Konzerne aus dem Ausland, was Trump sich wünscht. Sie lieben ihn nicht, aber sie fürchten ihn. Außenpolitisch hat er neben ein paar bitteren Rückzügen wie in Syrien und Afghanistan mit dem Friedenspoker in Nordkorea Experten überrascht - und auch die Chinesen reagieren eher defensiv auf die scharfen Töne aus Washington. Trump ist als Dealmaker stets offen für eine Lösung, aber er markiert eine kontinuierliche Kampfbereitschaft, die weithin erschreckt. Twitternd hat er die Weltpolitik kommunikativ revolutioniert, und er spricht, wie ihm sein 'Schnabel' gewachsen ist. Trump ist singulär: in seinen Abgründen wie in seinen grotesken Erfolgen.“

Newsweek Polska: Trump könnte in Nixons Fußstapfen treten
Newsweek Polska: Innenpolitisch unter Druck, könnte Trump versuchen, die Aufmerksamkeit auf die Außenpolitik zu lenken, glaubt das linksliberale Magazin:

„Nixon trat zurück, als das Repräsentantenhaus dieselben Anschuldigungen erhob, über die FBI-Chef James Comey im Zusammenhang mit Trump sprach: Betrug, Machtmissbrauch und Missachtung des Kongresses. ... Wenn die Untersuchung von Sonderermittler Mueller fortschreitet, könnte Trump in Nixons Fußstapfen treten. Er könnte in den Beziehungen zu Iran, China oder Nordkorea eine Krise verursachen, um die Aufmerksamkeit von den gegen ihn gerichteten Anklagen abzulenken und sich vor der Nation voller Ruhm zu präsentieren. So versuchte Nixon sich zu retten, als er eine Defcon-3-Kampfbereitschaft erklärte, also eine vollständige Mobilisierung der Luftwaffe als Reaktion auf den Yom-Kippur-Krieg und die Aussicht auf einen Konflikt mit der Sowjetunion.“

Quelle: eurotopics Presseschau (Auszug)/bpb/ds/21.01.2019
 
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