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Deutsche Bank ist raus bei Santander Bank Polska Drucken E-Mail
Stark gerupft ist Deutschlands größtes Geldhaus aus dem Spekulationskarussel der globalen Finanzkrise geschleudert worden. Missmanagment mit ausgeprägter Zockermentalität im US-Bankenmarkt wurde attestiert. Seitdem wird Kapital eingesammelt. 2017 war die Bank Polska dran, damals Polens zwölftgrößte Bank. Für 305 Millionen Euro wurden Anteile an die spanische Bank Santander verkauft. Im Februar 2018 folgte der Verkauf eines weiteren Aktienpakets für 110 Millionen Euro an die nun firmierende Santander Bank Polska. Jetzt meldet die Deutsche Bank, über Nacht ihren Restanteil von 1.5 Prozent an Santander für 135 Millionen Euro verkauft zu haben.

Bußzahlungen in den  USA machen der Deutschen Bank zu schaffen. Rund 11 Milliarden Euro hat das Justizministerium bereits erfolgreich eingeklagt als Entschädigung für den Verkauf fauler Hypothekenkredite. Für internationale Geldwäsche über Kanäle mit Russland wurden dem Geldhaus  425 Millionen Dollar aufgebrummt. Und nun steht sie bei ihren Aktionären in Erklärungsnöten, was dran ist an den Veröffentlichungen in der „New York Times“, die vom größten Geschäftspleitier berichten, der je auf dem Präsidentenstuhl Platz genommen hat.

Danach sei es eine Fake News, derzufolge der Immobilienmogul Donald Trump bei der Deutschen Bank als USA-Präsident mit 340 Millionen US-Dollar in der Kreide stecke. Denn in der 18-jährigen Geschäftsbeziehung habe die Bank Trump und seiner Familie nachweisbar 2,5 Milliarden US-Dollar geliehen. Trotz fünf spektakulärer Pleiten habe das Geldhaus dem Dealmaker die Treue gehalten - oder halten müssen.

Dass sie sich nun so schnell von der Bank Polska verabschiedet hat und weltweit 20.000 Stellen streichen will, sehen Insider als vorbeugende Maßnahme für den Fall, dass die Demokraten vor Gericht durchsetzen, dass auch der Präsident seine Geschäftsunterlagen offenlegen muß.

„Ohne die Deutsche Bank hätte es Donald Trump vielleicht nie ins Weiße Haus geschafft“, sagt der Finanzexperte des Blatts, David Enrich. Bei den meisten anderen US-Banken sei Trump längst verbrannt gewesen.

Quellen: Handelsblatt/Polityka/NYT/ds/01.03.2019
 
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