Home arrow Panorama arrow Polens Sportminister wird Chef der Anti-Doping Agentur WADA
Polens Sportminister wird Chef der Anti-Doping Agentur WADA Drucken E-Mail
  Witold Banka, Polens 34jähriger Sportminister, gibt sein Amt zum 31.12.2019 auf. Das verlangen die neuen Statuten der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), derzufolge kein Staatspolitiker den Präsidentensessel einnehmen warf. Zu sehr war die WADA weltweiter Kritik ausgesetzt, bei der Winterolympiade in  Sotchi Putin vertraut zu haben, mit strengstmöglichen Dopingkontrollen „saubere“ Wettkämpfe zu garantieren. Im Nachhinein deckte ein deutsches TV-Team die staatlich gelenkten Täuschungsmanöver auf, russische Medaillen wurden aus den Ewigen Siegerlisten getilgt.

Bei der diesjährigen rotationsüblichen Präsidentenwahl in Montreal stand die Nachfolge des Briten  Craig Reedie (78) an.

Dem Stiftungsrat gehören neben dem Präsidenten der WADA und seinem Stellvertreter, 18 Vertreter der olympischen Bewegung und Regierungen der Länder an. Unter den "18" hat Europa fünf Vertreter, Asien und der amerikanische Kontinent je vier, Afrika drei und Ozeanien zwei.

Europa schickte Witold Banka ins Rennen, der amerikanische Kontinent Marcus Diaz aus der Dominikanischen Republik.

Banka hat als 400-Meter-Läufer Staffelwettbewerbe für Polen gewonnen, Diaz als Marathon-Schwimmer kontinentale Meerengen überwunden.

Heute ist Diaz Berufspolitiker und will es bleiben, Banka indes ließ erkennen, das ihn die WADA mehr reizt als die Funktion des Sportministers. In Polen setzt er sich bereits  seit 2017  für die Schaffung eines Solidaritätsfonds ein, der schwächeren Ländern bei der Durchführung ihrer Anti-Doping-Politik helfen soll.

So fiel die Entscheidung zugunsten von Banka. Oder weil im November eine WADA-Konferenz in Kattowitz angesetzt ist?

Quellen: WADA/Polsat news/sputnik/ds/04.06.2019
 
< Zurück   Weiter >
(C) 2019 www.polentoday.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.