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EU-Agrarkommissar Wojciechowski muß noch Fragen klären Drucken E-Mail
  Als deutsche Verteidigungsministerin hatte sich Ursula von der Leyen bei der Europawahl nicht als Kandidatin für den höchsten EU-Posten aufstellen lassen. Den Job holte sie sich dann ohne Wahlstimmen-Legimation durch die Hintertür – im Europa-Parlament. Polens PiS-Partei ließ medial streuen, dass sie mit ihren Stimmen am  Rad mitgedreht habe. Von der Leyen verstand den Hinweis und versprach jedem EU-Staat einen bedeutenden Kommissionsrang. Gestern stellte sie ihre Kommissiontruppe vor. Dem Polen Janusz Wojciechowski (Foto), Mitglied der PiS-Partei, vertraut sie die Führung des größten EU-Etats an.

Das sind mit rund  60 Milliarden Euro immerhin fast  ein Drittel des gesamten  EU-Etats. Nur ist Wojciechowski bisher nicht als Agrarexperte aufgefallen.

Selbst die PiS hatte für den Posten zunächst Krzysztof Szczerski vorgeschlagen. Doch der lehnte ab wegen zu geringer fachlicher Kompetenz.

Wojciechowski hat sich als Rechtsanwalt in Brüssel in 12 Jahren in die die Position als stellvertretender Vorisizender  im Agrarauschuss hochgearbeitet. Ohne Reisen geht  da nichts.

Inzwischen alerdings hat die Kostenprüfungsstelle der EU den Verdacht, dass der Rechtsanwalt  kräftig Reisekosten manipuliert hat. Falsche Spesenabrechnungen in Höhe von rund 12.000 Euro sind ihm bereits nachgeweisen worden – und es wird  weiteres Fehlverhalten vemutet.

Sollte sich das bestätigen, müssen sich die PiS und von der Leyen auf einen anderen (polnischen) EU-Agrarkommissiar verständigen.

Quellen: PAP/div. Agenturmeldungen/ds/11.09.2019
 
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