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Israelische Stiftung soll Hitlers Zylinder bewahren Drucken E-Mail
  Im Vorfeld einer Auktion von mehr als 800 Nazidevotionalen hatte der Präsident der European Jewish Association (EJA), Menachem Margolin, die Bundesregierung aufgefordert, die Veranstaltung zu verbieten, damit der Plunder nicht in die falschen Hände fällt. Doch weil der Handel mit nationalsozialistischem Überbleibsel nicht grundsätzlich verboten ist, erzielte das Münchner Autionshaus Hermann Historica Rekordzuschläge. Für rund 600.000 Euro erwarb der libanesische Geschäftsmann Abdallah Tschatila zehn Objekte, und weil er erklären ließ, sie einer isralischen Stiftung zukommen zu lassen, war Rabbi Margolin „überwältigt“ dankbar. Die ungeliebten Objekte sollen künftig zur Ausstellung kommen - gegen üblichen Ticketpreis.

Der libanesiche Geschäftsmann mit Wohnsitz in der Schweiz begründet seinen Kauf mit der Warnung vor diktatorischen Entwicklungen.

Hitlers Faltzylinder war für 50.000 Euro der teuerste Zuschlag. Eine Zigarrenbox des notorischen Nichtrauchers gehört zum Kaufkonvolut, einige Postkartenmotive, mit der Hitler seine Wiener Obdachdachlosenzeit aufbesserte (sie verkaufte sein polnischer Obdachkumpan), dazu noch ein Portemonaie und  anderes von Eva Braun, die mit dem Diktator nach Ehevollzug im Berliner Bunker die Welt verließ.

Vielleicht gelingt es dem libanesischen Geschäftsmann noch, die gebrauchte Seidenunterhose von Hitlers Stellvertreter Göring zu kaufen. 2016 wurde sie für sagenhafte 3.000 Euro versteigert.

Quellen: Hermann Historica/bpb/wikipedia/ds/26.11.2019
 
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